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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 73

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 73 (sequence 17)
Language
German
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Geschichte der Familie Wallich. 73 und erneuerten die alte Forderung, aber der Rat widersetzie sich standhaft und nahm den Juden in seinen Schutz. Im Jahre 5379 (1619) bekam er es abermals mit dem Rate zu tun. Am Dienstag 27. Tammus (= 9. Juli) war ein Schreiben an den Rat gekommen, dass ein Veit von Horgum und seine Maltresse auf der Folter bekannt hätten, dass Joseph Wallich im Tiscbri (September/Oktober 1618) ihnen geholfen habe, ein Kind abzutreiben. Es gelingt ihm aber nachzuweisen, dass die von ihm gereichten Medikamente das Gegenteil hätten bewirken müssen, er also jene in Wahrheit hintergangen habe. Vorsichtiger Weise hatte er auch gleich nach dem Vorfall zwei1) Stadträten davon Meldüng gemacht. So wurde dann dem Veit der Kopf abgeschlagen. Nach heutigem Recht freilich wäre Joseph zwiefach strafbar gewesen: 1. weil er ein Berufsgeheimnis verraten, und 2, weil er das Gegenteil von dem vorgenommen hatte, wozu er beauftragt war. Das Gerücht von dieser Schuld des Joseph war schon vorher kursiert, ohne dass dieser etwas gewusst hatte. Den beiden Vorstehern Abraham, dem Eidam des Liwchen Oppenheim, und Mendel zur Heppen (»vertilgt sei ihr Name!« setzt Joseph hinzu) war es bekannt gewesen, aber sie hatten ihm nichts davon gesagt und ihn nicht gewarnt, auch unter die Vorsteher oder die 8 war er deshalb nicht aufgenommen worden. Joseph beklagt sich bitter über diese Treulosigkeit, aber sein Glück hatte ihn auch so errettet2). Auf S. 24 findet sich noch eine Notiz vom Jahre 1621 »Heute Freitag den 5. Ab 5381 (=.. 23. Juli 1621) hat meine Tochter Liput (sie lebe) den Scheidebrief bekommen von Michael Delbürn (sein Name sei vertilgt); es-ist eins unter meinen Bekümmernissen gewesen, kost mich 800«. Auf Seite 12 der HS. W. findet sich alsdann noch ein Bericht von einem Ereignis am Neujahrstage 5393 (= ‘) Christofei Weber 11. Berend Bender. ף HS. W. S. 24.

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