Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 74

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 74 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829789-2845956--33427-2846050
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

74 Geschichte der Familie Wallich. 16. September 1632), Es handelt sich um einen grossen Streit, den sein Sohn Leiser Rofe mit seinem (Josephs) Verwandten Jacob Glück1), der ihm 50 Reichsthaler schuldete, gehabt hat. Die Sache kommt vor den Rat, und da man über die Herkunft der 50 Thaler allerlei munkelt und denunciert, werden schliesslich beide Parteien Jakob Glück und sein Sohn,,Joseph mit seinen Söhnen Leser und Salomon gefangen gesetzt, kommen aber schliesslich alle gegen Bürgen und hohe Geldzahlungen wieder frei. Auch hier wieder hat er sich über die laue Hilfe von Seiten der Glaubensgenossen zu beklagen. Ein reich bewegtes Leben hat so der Dr. Joseph geführt. Nach dem Memorbuch2) ist er im Jahre 5403 (1643) aus ihm geschieden. Er besass eine zahlreiche Familie. Über sie erfahren wir Folgendes aus dem Memorbuch, der Raschbam-Handschrift und HS. W. Sein Vater war R. Moses Meir, Sohn des Isaak Wallich. Er starb um 16153). Eine Schwester von ihm Jutelchen lernten wir aus HS. W. S. 26 kennen, als Frau eines R. Jokel, eine andere Töltzche (M. B. S. 13) starb um 1637. Er war vermählt mit Frau Vogel, welche am Sonntag den 20. Nissan 398 (= 4. April 1638) starb4). Aus ihrer Ehe waren entsprossen: zwei Söhne Elieser und Salomo5). Ersterer siarb am 16. Ijjar 403 (= 5. Mai 1643) zu Metz (M. B. 16), wo er ebenfalls den Beruf eines Arztes ausgeübt zu haben scheint, vielleicht hatte er sich nach seinem Prozess mit Jakob Glück (1632) dorthin begeben, er starb im selben Jahre wie sein Vater. Ausser diesen beiden Söhnen werden noch vier Töchter genannt. Aus HS. W. S. 24 kennen wir bereits die 9 Dr. Brann liest גלוץ etwa Glotz. 2) M. B. a. a. O. S. 16. 3) S. M. B. S. 9 u. M. B. N. T. S. 8. 4) S. M. B. p. 14 u. N. T. pag. XIV. 39. 5) Nr. 2 u. 3 in der Raschbamhandschr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.