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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 69

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 69 (sequence 13)
Language
German
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Geschichte der Familie Wallich. 69 scheint mir sicher auch ursprünglich Beyfus dort gestanden zu haben. Er hat also jedenfalls den Namen ויימש in Beyfus umgeschrieben, was phonetisch wohl angeht. Über die richtige Ableitung des Wortes war er offenbar nicht unterrichtet. Im Jahre 5363 d. i. 1602/3 finden wir ihn alsdann in Mainz, wo er sich als Arzt niederliess1). Aber er sollte hier nicht lange wohnen. In HS. W.'S. 26, Zeile 5—10 erzählt er, wie er im Jahre 1604/5 mit vier Ärzten wegen eines Receptes habe disputieren müssen, wie er sie aber aus Büchern überwiesen habe; doch sei man ihm darum übel gesinnt gewesen, sogar auch jüdische Einwohner hätten sich mit seinen Gegnern verbündet; da habe er sich dann auf den Weg gemacht und sei nach Worms gezogen in sein Haus, das er früher verlassen habe. Es wird dies das Haus zur Blumen sein, in dem wir ihn 1599 nach der Raschbam-Handschrift fanden, und das auch wohl sein Geburtshaus gewesen ist. Aber auch hier in Worms sollte er nicht völlig ungestört seinen Beruf ausüben. Zunächst muss er seine Kenntnisse vor dem Rat darlegen. HS. W. S. 26 Z. 1—4 sagt er: »Heut Donnerstag, den 27. Cheschwan 5369 d. i. den 27. October nach ihrer Jahreszahl 1608 (= 6. November neuen Stils) bin ich hier in Worms mit den Ärzten vor dem ganzen Rat gestanden und hab müssen mit ihnen disputieren, bin gottlob wohl bestanden«. Dass ein Jude den Doktortitel führte, war damals eine seltene Erscheinung, und so ist es denn nicht zu verwundern, dass Zweifel auftauchten, ob Joseph ihn führen dürfe. Auf Seite 26, Zeile 11—15 erzählt er, wie am Mittwoch 26. Januar 1611 (= 12. Schebat 5371) ein Schreiben an den Rat zu Worms, gekommen sei: »Wegen einer וועטונג• (= Wette) im.Braun- Schweiger Land, ob ein Jude kann doctorirt (גטוקטרירט) sein,, ist an, den Rat geschrieben worden, hab müssen meinen. 9 HS. W. S. 53, Zeile 1.

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