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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 58

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 58 (sequence 2)
Language
German
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58 Geschichte der Familie Wallich. R. G. A. von Jacob. Weil Nr. 147). »Ze Walchen« ist ahd. »in Italien« »von Walchen« »aus Italien«, aber auch »aus Frankreich«, »in walhum« ahd. allgemein »in romana terra.« In den ö s 11. Ländern finden sich für welsch folgende Formen : r u s s. Volöchn, s e r b. Vläh (Walache), laus. Wloch, p o 1 n. Wloch. Namen also wie W1 o c h, Bloch bedeuten genau dasselbe wie Wallich. Da nun vorwiegend der Gebrauch von Walch sich auf den Italiener bezieht, müssen wir auch in erster Linie annehmen, dass die Ahnen der Wallich’s aus Italien eingewandert sind. Dagegen scheinen nun jedoch folgende zwei Notizen zu sprechen, die sich in Büchern von zwei Angehörigen der Familie finden. Die erste findet sich in einer Handschrift des Joseph ben Meir Wallich genannt Fheibusch, und ist von diesem ungefähr um 1600 eingetragen. Er nennt sich darin — ich komme unten noch eingehend auf diese Notiz zu sprechen — einen »Belga Hebraeus«, und doch hat er wie sein Vater vornehmlich in Worms gelebt. Sodann kommt hier eine Bemerkung in der Harmonia Wallichia Medica von Jehuda Löb Wallich (Francf. a. M. 1700) in Betracht, Seite 43 am Schluss, wo sich der Verfasser »Sohn des Abraham Wallich ממשפהו׳ צרפותי׳« nennt. Aus der Familie der Zarpotim (richtig Zarphatim) bedeutet aus der Familie der Franzosen, und es scheint mir, dass diese Bemerkung dasselbe ausdrücken soll wie das »Belga Hebraeus« des Joseph Wallich. Beide haben ohne Zweifel die Anschauung, dass ihre Familie aus dem Westen stammt, worin sie einen besonderen Vorzug erblicken, und ich möchte weiter annehmen, dass diese beiden Be־ merkungen eine Erläuterung zu ihrem Namen »Wallich« sein sollen, den sie beide einer westlichen Heimat zu verdanken meinen, und ausgeschlossen wäre diese Annahme nicht, da man auch den Westfranken als Welschen be־ zeichnete, wiewohl die Bezeichnung im besonderen dem

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