Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 55

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdischen Artikel in Ibn al-Qifti's Gelehrtenlexikon
Date
1905-01-01
Page
Seite 55 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829789-2845955--33407-2846031
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Die jüdischen Artikel in Ibn al-QiftPs Gelehrtenlexikon. 55 und Arzt in Aleppo. Er war ein Schüler des Scharaf [ad-Din] at-Tüsi1), bei dem er auch noch Arithmetik, Astronomie und Astrologie sich angeeignet hat. Er verlegte sich anfangs aufs Schröpfen und war [deswegen?] von den Juden geachtet (oder verachtet)2), er trieb aber auch etwas Heilkunst in den Mittelklassen. Zuletzt überkam ihn die Melancholie und er starb im J. 604 (1207/8), ohne einen Erben zu hinterlassen. Nach St (JQR. XI, 620 nr. 748) ist er wahrscheinlich identisch mit dem von Ibn abi Oseibia (II, 2445) erwähnten Abu-I-Fadl al-Israhli al-Munaggim, dessen Schüler der berühmte Arzt, Muhadhdhib ad-Din ׳Abd al-Rahim b. ,All, bekannt als al-Dachwär, gewesen. 19. Abu-l-Haggäg Jüsuf b. Jafajäb.Ishäqal-Sabti (d. h. aus Cueta) al-Magribi, bekannt als ibn Samün (od. Schamün), d. i. Josef b. Jehüda [ibn ׳Aknin], der Lieblingsschüler des Maimonides (p. 892; St. § 170). Den Art. Q.'s über ihn hat bereits Munk (1. c., p. 11 ff.) mitgeteilt und übersetzt, es genügt also aus ihm nur manche Einzelheiten hervorzuheben. So zunächst die Nachricht, dass Joseph infolge der Almohadenverfolgungen im Megrib gezwungen gewesen ist, sein Judentum zu verheimlichen, bis es ihm gelungen war, nach Egypten zu fliehen, wo er mit Maimonides in Verbindung getreten ist3). Dann berichtet Q. über seine Freundschaft mit Josef und wie er diesem Anweisungen gegeben hat, wodurch er von seiner zweiten Frau Söhne zeugen konnte (also ein Schenk vor 700 Jahren!). Sein jüdischer Freund fürchtete nämlich, dass da er von seiner ersten Frau nur Töchter hatte4), der Sultan ihnen 0 D. i. Muzaffar b. Muhammed b. al-Muzaffar, der Erfinder des Linear-Astrolabiums; s. über ihn Suter, p. 134, nr. 333. 2) Die Handschriften (s. p. 426, n. d) haben zwei Laa.: u. was gerade Gegensätze bedeuten. St. hat die letztere. 3) Hier suchen Manche die Quelle für die Confusion Q.’s, der nun das Vorgehen des Jüngers auch auf den Lehrer übertragen hat 4) Darauf zielen auch die Worte des Maimonides in einem seiner Briefe an Josef (bei Munk, p. 25): וכעת חיה ולשרה בן♦

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.