Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 48

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdischen Artikel in Ibn al-Qifti's Gelehrtenlexikon
Date
1905-01-01
Page
Seite 48 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829789-2845955--33400-2846024
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

48 Die jüdischen Artikel in Ibn al־Qifti’s Gelehrtenlexikon. 8. Sind b. Ali (p. 206; St. § 21), ein vorzüglicher Astronom und Verfertiger von astronomischen Beobachtung^- instrumenten und vom Astrolab. Er stand im Dienste des Chalifen el-Ma’mün (813—833), auf dessen Veranlassung er zum Islam übergetreten ist, bauete aber [noch als Jude] eine Synagoge in Bagdad1). Er trat an die Spitze der officiellen astronomischen Beobachter am Observatorium zu Bagdad, musste aber infolge des Todes Ma’mun’s seine Beobachtungen abbrechen. Von seinen astronomischen Tafeln (goj, auch als die MarmuTschen bekannt) sagt Q.? dass sie noch zu seiner Zeit in Gebrauch waren. Seine Schriften, 5 an Zahl, werden ebenfalls nur in Fihr. (p. 275) angeführt. Q. dagegen bemerkt kurz: & v-AJL23 »er verfasste bekannte Werke über Astronomie und Mathematik«. Andere Einzelheiten über ihn s. noch bei St. und Suter, p. 13, nr. 24. Vgl. auch noch Q. 6419; 12Q6; 15414 u. 316,4. 9. Abu Da’üd (p. 407; St. § 27), ein Astrolog in Bagdad, der vor 300 d. H. (912/13), also am Anfang des X. Jahrh., geblüht hat. St. vermutet die Identität mit einem Abu DaTid, Verfasser eines (Buch der Prophezeihungen, bei Hag. Chal. V, 157 nr. 10521) und verwirft die von Suter (p. 38, nr. 70) angenommene Gleichsetzung mit ,Ali b. DaTid (Fihr. 27814), der kaum Jude gewesen ist. 10. Müsa b. Elieser o d. Ela sar od.^L*Jf p. 320; St. § 55), war Leibarzt des Fatimiden al-MuTzz seit seiner Übersiedlung aus dem Megrib nach Egypten, d. h. seit 969). Er zeichnete sich in der Kenntnis der Heilmittel und der Pharmakopie aus und Q. berichtet sehr ausführlich, was er Alles im Bereiche der Heilkunst zu tun vermochte. Am Schluss des Artikels ist eine Lücke 0 Vgl. St., p. 35, n. 1, gegen Suter, der das entsprechende Wort. 2Uyu^. mit Observatorium wiedergiebt. 2) Über die sonstigen Beziehungen des al־Muizz zu seinen jüdischen Unterthanen, s. die Nachweise in REJ. 48,145.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.