Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Ausgiessen von Wein und Öl als Ehrung bei den Juden
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 12)
- Language
- German
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Das Ausgiessen von Wein und Öl als Ehrung bei den Juden. 23 Gegenstände in dem Gemache? Es scheint damit kaum Wohlgeruch und Ausschmückung allein angestrebt zu sein, selbst wenn man vom beschränkenden, die Sitte aufhebenden Satze des R. Jehuda absieht Die Nennung des Purpurfadens führt auf eine andere Spur. Er wird in Verbindung mit der Braut-Chuppä auch b. Sota 49 b (Tos. XIV, 9) genannt, wo es von den Trauerzeichen, die in Folge des bar- Kochbakrieges eingeführt wurden, in einer Baraitha heisst: אף על חופת חתנים גזרת (מאי חופת חתנים? זהורית המוזהבות*. תניא נמי הכי, אלו הן הוסת חתנים, זהורית המוזהבות, אבל עושה ספירית ותולה כל מה שירצה. Da ist zunächst klar, dass nicht die Aufführung der Hütte selbst verboten wurde, sondern nur die Verwendung eines luxuriösen Bestandteiles der Hütte, da es zum Schlüsse heisst, sie dürfe mit allen beliebigen Dingen behängt werden. זהורית findet sich auch in Kelim XXVII, 12: ,זהורית טובה echtes Karmesin, jer. Sukka III, 53d, 41: איזהו אדמדם שבאדומים, זה זהורית עמוקה das stärkste Rot. Am Versöhnungstag band man לשון של זהורית an die Hörner des Sündenbockes und an die Fenster der Häuser, später an den Eingang des Tempels (Joma IV, 2, VI, 8, jer. VI, 43d, 39, b. 67 a, Barnabasbrief 7, 8 ff.). Nach der Baraitha in b. Sabb. 53a band man einen solchen Faden den Pferden zwischen den Augen an; und derselbe ist hiermit dem Fuchsschwänz zusammen genannt, so dass es sich unzweifelhaft um die Abwendung eines Zaubers oder von bösen Geistern handelt1). Das Gleiche darf mit hoher Wahrscheinlichkeit mit meiner Leiche«. Goldziher führt dieses als Beleg dafür an, dass es in der ältesten Zeit des Islam noch Sitte gewesen zu sein scheint, dass man über dem Grabe einer verehrten Persoii ein Zelt aufschlug und sich in demselben längere Zeit nach der Beerdigung aufhielt«. Aber hier ist ganz klar vom Zugrabetragen, nicht vom Zelte auf dem Grabe die Rede. S. 255, Note 1 bemerkt Goldziher: In alter Zeit errichtete man auch zu Ehren hervorragender Gäste, die das Zeltlager besuchten, Ehren-Rubbäs. l) In Tos. Sabbath VI, 1, p. 117,4: הקושר .... חוט אדום על אצבעו הרי זה מדרכי האמורי, .... das Binden eines roten Fadens an den