Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Ausgiessen von Wein und Öl als Ehrung bei den Juden
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 9)
- Language
- German
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20 Das Ausgiessen von Wein und Öl als Ehrung bei den Juden. Matrone begehrenswert erscheint. Aus allen angeführten Stellen ergiebt sich, dass die חופה ein mit Gold und Edelsteinen reichgeschmücktes Gemach war, errichtet inmitten eines Gartens zwischen duftenden Bäumen; man goss aber in derselben ausserdem wohlriechende Öle aus1). נ) Sie scheint dasselbe zu sein, wie die Laubhütte in Jesaia 4, 6: וסוכה תד.יה לצל יומם מחורב, wo das Laubdach gegen die Sommerhitze Schutz gewährt; nur ist die Laubhütte einfach und ohne besonderen Schmuck (s. weiter). Es fragt sich nur, wie die zehn חופות des ersten Menschen, die sieben für die Frommen im Jenseits und die vielen der Königin vorzusteilen sind, da nicht einzusehen ist, welche Bestimmung so viele Häuschen im Garten gehabt haben sollen. Zudem sprechen die Haggadastellen über die Frommen im Jenseits von nur einem מדור, wie die aramäische von גנונך einer חופה. Es scheint mir daher, dass חופות die verschiedenen Dächer oder Decken des Gebäudes über einander bezeichnen, deren Zweck es war, die Hitze der Sonne abzuschwächen, andererseits auch die Pracht zu erhöhen. Hiezu ist Pessikta 187b zu vergleichen: וסוכה תהיה לצל יומם מחורב, כל מי שמקיים מצות סוכה בעולם הזה, אף הקדוש ברוך הוא נותן לו הלק לעתיד לבוא בסוכתה של סדום מה שעתיד הקדוש ברוך הוא לחלק אותה לצדיקים שבטים שבטים, wer das Gebot der Laubhütte hienieden beobachtet, den wird Gott dereinst an der Laubhütte von Sodom teilnehmen lassen, die Gott den Frommen nach Stämmen zuweisen wird. Die Hütte von Sodom war vom Laube von sieben Bäumen, einem über dem andern, überschattet, so dass selbst der Blick des Habichts da nicht durchdringen konnte (vgl. Revue des Etudes Juives, 1900, XL, 163 ff.). Auf die gleiche Vorstellung bezieht sich der Satz des R. jochanan in Baba bathra 75 a: עתיד הקדוש ברוך הוא לעשות סוכה לצדיקים מעורו של לויתן, זכה עושין לו סוכה, לא זכה עושין לו צילצל. זכה עושין לו צילצל, לא זכה עושין לו ענק. זכה עושין לו ענק,. לא■ זכה עושין לו קמיע, והשאר פורסו על חומת ירושלים וזיוו מבהיק מסוף ־העולם ועד סופו. Derselbe befasst sich mit der Hütte, die Gott dereinst für die Front!־ men bauen wird, und giebt an, dass hiezu ein Teil vom Felle des Leviathan verwendet wird. Doch nur die ausgesprochen Frommen bekommen eine Hütte; die minder Frommen .bloss einen צלצל. Dieses Wort wird nach R. Gersdhom und Raschi allgemein als eine schattige Bedachung aufgefasst im Gegensätze zu סוכה, die das Dach und vier Wände bezeichnen soll. Aber erstens ist צלצל im Talmud und Midrasch hur in der Bedeutung Schürze bekannt (s. die Stellen bei Levy und Köhut), und dann folgen als weitere Punkte für den nächsten Grad