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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-01-01 · Heft 1 (Januar 1904) · p. Seite 54

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 1 (Januar 1904)
Article
Erster Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
Date
1904-01-01
Page
Seite 54 (sequence 3)
Language
German
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54 Erster Jahresbericht. Wirkung. Zahlreiche Rabbiner, darunter diejenigen der grössten Gemeinden des deutschen Reiches, schlossen sich der Gesellschaft an. Ebenso bekundeten die Gemeinden eine weitblickende Einsicht und legten ein lebhaftes Interesse für die Zwecke und Ziele der Gesellschaft an den Tag. Nachdem bereits mehrere kleinere Gemeinden beigetreten waren, bewilligte am 22. Januar die Synagogengemeinde Breslau 1000 Mark. Am 25. Januar folgte Berlin mit der gleichen Summe, und am 27. März zeichnete auch Frankfurt a. M. denselben Betrag. Im ganzen schlossen sich 43 Gemeinden an, darunter selbst ganz kleine. Auch die Logen des U. O. B. B. sowie die Grossloge, endlich der Deutsch- Israelitische Gemeindebund bekundeten durch Zeichnungen ihre Anteilnahme. Zu besonderer Genugtuung gereichte es uns, dass auch das Kuratorium der Zunzstiftung sich geneigt zeigte, gemeinsame Sache mit uns zu machen. Die Bedingung, welche gestellt wurde, war folgende: »Der Vorsitzende der Gesellschaft ersucht alljährlich die Zunz- Stiftung zu Berlin um Abordnung eines ihrer Kuratoriums- oder Beirats-Mitglieder für ein Jahr. Dieser Abgeordnete nimmt und vermittelt der Zunzstiftung die Kenntnis von der Tätigkeit, den Plänen und Wünschen der Gesellschaft und überreicht dieser die Anträge der Stiftung«. Da diese Kenntnisnahme voraussetzte, dass der Abgeordnete der Zunzstiftung den Beratungen der Gesellschaft beiwohnt, und § 7, Abs. 1 die Handhabe gewährte, den ständigen Abgeordneten zum Mitarbeiter zu erheben, so hat der Ausschuss den Beschluss gefasst, dass ein Mitglied des Kuratoriums der Zunzstiftung alljährlich in den Ausschuss cooptiert wird. Die Arbeit von einigen Monaten genügte, die nötigen Mittel aufzubringen; im April bereits konnte der Oeffentlichkeit mitgeteilt werden, dass sich weite Kreise für die Aufgaben unserer Gesellschaft interessieren und dass ihr im ersten Jahre gegen 8500 Mk. für laufende Ausgaben zur

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