Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1904)
- Article
- Erster Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 4)
- Language
- German
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Erster Jahresbericht. 55 Verfügung gestellt seien. Die Gesellschaft besass ausserdem damals einen eisernen Fond. Herr Generalconsul Franz Philippson-Brüssel hatte demselben 8000 Mk., Madame Errera-Brüssel 1000 Frcs., Professor Errera-Brüssel 500 Frcs., und die Herren Kommerzienrat Arnhold-Berlin, Dr. Paul Arons-Berlin, Bankier J. Landsberger-Glogau, Rentier E. Mamlok-Glogau je 400 Mk. zugewandt. Inzwischen hatte bereits der Vorstand die erste Ausschusssitzung für den 28. und 29. Dezember nach Berlin berufen. Es nahmen daran teil die Herren: Direktor Dr. Adler-Frankfurt a. M., Dozent Dr. Baneth-Berlin, Geheimrat Professor Dr. Cohen-Marburg, Professor Dr. Geiger-Berlin, Dr. Karpeles-Berlin, Dr. Lucas-Glogau, Dr. Maybaum-Berlin, Professor Dr. Philippson-Berlin, Dr. Posnanski-Pilsen und Dr. Weisse Berlin. In eingehenden Beratungen wurde die Propaganda besprochen und die Statuten festgelegt. Bereits der konstituierenden Versammlung war ein Statutenentwurf vorgelegt worden. Dort hatte man den Entwurf angenommen und den Ausschuss ermächtigt, nach seinem Dafürhalten Aenderungen vorzunehmen und der ersten Mitgliederver״ Sammlung die endgültige Redaktion zu unterbreiten. In der Ausschusssitzung wurde diese Redaktion vorgenommen. Sie wird der demnächstigen Beurteilung seitens der Mitgliederversammlung unterliegen. Wertvolle Anregungen hatten die Herren M. A. Klausner und Rechtsanwalt Makower-Berlin gegeben. Dieser Ausschusssitzung, deren Beschlüsse und Massnahmen nachträglich auch von den abwesenden Ausschussmitgliedern gebilligt wurden, folgte eine zweite, die von der grössten Bedeutung für die Gesellschaft wurde. Auf Beschlüssen und Anordnungen beruhen alle späteren Massnahmen, die Organisation und die Tätigkeit der Gesellschaft. In den Räumen des Deutsch-Israel. Gemeindebundes versammelten sich am 21. April morgens 1072 Uhr die