Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-01-01 · Heft 1 (Januar 1904) · p. Seite 53

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 1 (Januar 1904)
Article
Erster Jahresbericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
Date
1904-01-01
Page
Seite 53 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2829132-2829776-2829778-2845875--32518-2845939
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Erster Jahresbericht. 53 Geheimrats Dr. Lazarus erwähnt Er hatte bereits in einem herrlichen Brief vom 23. Juni 19052 sich für die Gesellschaft ausgesprochen. Zur Versammlung teilte er mit: »Ich bin leider nicht in der Lage, erscheinen zu können. Ja, wenn Kopf und Herz allein reisen könnten, aber mein Leib ist voller Beschwerden, und eine solche Reise jetzt nicht ohne Gefahr. Jedoch behalte ich mir vor, wenn der liebe Gott mir Leben und Kraft erhält, der ersten Versammlung, welche an die positive Arbeit geht, nicht mehr mit den Formalien, sondern sachlich mit dem Grunde und dem Ziele sich beschäftigt, beizuwohnen. Und nun, mein lieber Herr Doctor, noch eine Bitte: Unterrichten Sie mich, wenn auch mit knappen Worten, genau über die Vorgänge und den Fortgang der Angelegenheit. . . . Sagen Sie den Herren, dass ich mit den herzinnigsten Wünschen und heisser Sehnsucht des Gedeihens bei der Sache bin.« Es war keine leichte Aufgabe, die von der konstituierenden Versammlung dem Vorstand und Ausschuss übertragen war. Die Bedenken der Gegner mussten durch die Wirklichkeit als haltlos erwiesen werden; denn darüber konnte kein Zweifel sein, dass nur die Vereinigung aller wissenschaftlichen Kräfte und die Unterstützung der Gemeinden dem Unternehmen die Bedeutung geben konnten, die es nach den Worten des ersten Aufrufs beanspruchte, und die es zur wissenschaftlichen Vertretung des Judentums und zur Einwirkung auf die Religionsgemeinschaft notwendigerweise erlangen muss. Auch war von vornherein damit zu rechnen, dass die an den verschiedensten Orten wohnenden Ausschussmitglieder nicht wirksam für die Gesellschaft würden arbeiten können, und dass daher dem Vorstand die ganze Arbeitslast. und die grosse Verantwortung vor der Oeffentlichkeit verbleiben würde. Zunächst kamen die von Herrn Geheimrat Dr. Cohen entworfenen Eingaben an Rabbiner, Gemeinden und Logen zur Versendung Diese Eingaben hatten eine bedeutende

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.