Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1904)
- Article
- [Nachricht] / Levy, Ludwig
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829776-2829778--32509-2845931- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kurze Mitteilungen. 45 und Bibel. Vf. stimmt mit Delitzsch darin überein, »dass das Alte Testament, besonders der Pentateuch, auf derselben Kulturgrundlage ruht wie die babylonischen Keilinschriften«. Er glaubt aber, »dass auch die altägyptische Litteratur mit in Betracht kommen und in die Erörterung einbezogen werden muss« (S. 200). »Vergleicht man das Gesetz Moses7 mit dem negativen Sündenregister der Aegypter« (dies »negative Sündenregister« sind die 42 Sünden, die der Verstorbene nach ägypt. Anschauung vor seinen 42 Richtern aufzählte, mit der Beteuerung, er habe sie nicht begangen), »indem man auf der einen Seite alles, was specifisch israelitisch ist, z. B. die drei ersten Gebote Moses’, und auf der andern Seite alles, was specifisch ägyptisch ist, z> B. die rituellen Vorschriften, ausser acht lässt, so erkennt man leicht, dass das mosaische Gesetz als ein kurzgefasster, kernhafter Auszug aus dem negativen Sündenregister des 125. Kapitels des Totenbuches der Aegypter betrachtet werden kann« (S. 209). [11] L C. Matthes veröffentlicht in der ZATW. XXIII, 1 einen Aufsatz: Der Sühnegedanke bei den Sühnopfern. [12] In der Juli-August Nummer (1903 Serie X Tome II) des Journal Asiatique versucht J. D. Prince in einem Artikel: »Le boucemissaire chez les Babyloniens« das Vorkommen der Institution des Sündenbocks bei den alten Babyloniern nachzuweisen. Die Resultate, zu denen P. gelangt, werden von M. C. Fossey in einem Werke: La Magie assyrienne bestritten. [13] Wir notiren von Löhr, M. einen Aufsatz: »Das Lied des Moses« (Deut. XXXII) nach Form und Inhalt untersucht (Prot. Mh. VII, 1). Die Zerstörung Jerusalem sei der politische Hintergrund des Liedes, die Gottesanschauung sei die Ezechiels und Deutero-Jesaias\ [14] Roth stein, J. W. Zur Kritik des Deboraliedes und die ursprüngliche rhytmische Form desselben (ZDMG. LVI, 4 u. LVII, 1). Korrekturen von Nestle, E (LVII, 1). [15]