Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die neue Ausgabe des Seder Eliahu rabba und suta
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 5)
- Language
- German
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74 Die neue Ausgabe des Seiler Eliahu rabba und suta. 2 und Pforte 3 eingeschaltet wurde : so fügt er hinzu והחכם שחברה היה ג״כ כדבי אליהו ואליהו דבר מתוך גרונו ועי־כ היא תכה בלשונה וסגנונה לכל הסדר (Einl. S. 101). Wir werden auf“die*e Stelle noch zurückkommen müssen. Den sachlichen Beweis für das hohe Alter des uns vorliegenden Werkes und seine Identität mit dem im Talmud erwähnten Söder Elialiu versucht Hr. Fr. in den Abschnitten VI—VII, den wichtigsten und werthvollsten in der Einleitung (S. 44—82) zu führen, in denen mit überwältigender Gelehrsamkeit das grösste Material zur Untersuchung der Frage über das Verhältnis unseres SE. (oder Tanna de he Eliahu) zum Talmud, zu den Midraschim und den ältesten Geboten gesammelt und geordnet ist, in denen aber eine endgültige Losung der Frage keineswegs gefunden werden kann, lin deutschen Vorworte S. IX schrieb Fr., alle gegen das Alter und die Identität des Tanna de be Eliahu mit dem Seder E. angeführten Momente seien äusserliche und nur scheinbar richtig. ״Es ist aus dem innerlichen Wesen dieses Werkes nachweisbar, dass es der Zeit R. Anan's angehört, nur ist es ebenso Verstümmelungen mul Umbildungen unterworfen gewesen, wie alle anderen Werke jener Zeit, vgl. ,תנהוסא פסיקתא und אבות דר׳ נתן. Die letzte Redaetion datirt — aller״ dings aus dem Jahre 968 oder 984tt, In der hebr. Einleitung ist von Zusätzen (S. 83 ff., S. 101), aber nicht mehr von einer letzten Redaetion die Rede, vermuthlich weil nach den oben mitgetheiltcn Ansichten des Hra. Verf. durch die Annahme, dass ein späterer Autor das alte Werk mit Beibehaltung des ursprünglichen Namens erweitert oder redigirt habe, auch diesem umgestalteten Werke der Makel einer Pseudepigraphie anhaften würde. Wir halten doch aber Tanchuma, Aboth d. R. Nathan und andere den Namen älterer Autoren führende Midraschim, in denen die Agada der Tannaiten und Amoräer gesammelt ist, für keine Pseudepigraphen, auch wenn wir die Schlussredaction jener Werke in eine spätere Zeit verlegen müssen. In S, E. finden sich ganz klare Zeitbestimmungen, welche Rapoport, Zunz, Weiss u. A. als authentisch galten, d! h. als von dem Autor herrührend, der das uns vorliegende Werk redigirte und uns über sein Zeitalter gar nicht im Ungewissen( lassen wollte. Im Cap. 2, S. 7 die Angabe in runder Zahl, dass vom fünften Jahrtausend mehr als siebenhundert Jahre verflossen sind (der Autor schrieb also nach dem J. 940); in Cap. 31, S. 163 zweimal die Angabe gleich-