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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 1 · p. Seite 50

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 1
Article
Das Judenthum im neutestamentlichen Zeitalter in christlicher Darstellung
Date
1903-01-01
Page
Seite 50 (sequence 13)
Language
German
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50 Das Judenthum im noutestimientl. Zeitelter in christl. Darstellung. obwohl Porters Buch, auf das er sich S. 384 beruft, den ■Titel ■führt: The Ye^er Hara. Das ist scheinbar eine Kleinigkeit, spricht aber Bünde. Die Bezeichnung des Redactors der llischna als ״E. Jeliuda b. Nasi (Rab. 2. Jahrli.)“ 8. 159 darf doch in einem Worko, wie dem vorliegenden, nicht Vorkommen. Unerhört ist es, נאמן mit ״gläubig“ (statt-״glaubwürdig“) zu übersetzen, wie es S. 178 geschieht. Man kann sich denken, welchen Werth die Folgerungen aus solchem Missverständnis besitzen, aber es ist hiernach begreiflich, wenn B. allen Ernstes S. 167 von einem rabbinisehen Gelehrten sagt: ״Er soll sogar unter Umständen, am Versöhnungstag, der mit dem Sabbat zusammenfällt, den Mord eines solchen (Amhaarcz) für erlaubt erklär(: haben“. Das ״unter Umständen“ ist gut. Was mag sich B. wohl dabei gedacht haben? Aber es geht über den Spass, wenn er Schammais bekannten Spruch übersetzt: ״Nimm jedermann beständig mit der Miene freundlichen Gesichtes auf.“ Mit der Miene — das macht den Eindruck, als ob Schammai Verstellung angerathen habe. Dazu war gerade er nicht der Mann. Ich weiss nicht, ob diese Ueboraetzung von einem Andern, oder von B. selbst herrührt, aber warum hat er nicht Schürers ״mit Freundlichkeit“ beibehalten? Man hätte ihm dafür das ״beständig“, das niclvt im Text steht, weil es sich von selbst versteht, erlassen. An sachlichen Unrichtigkeiten fohlt es natürlich auch nicht. Es ist nicht richtig, dass die Beschneidung ״den Juden zum Juden machte“ (S. 106), die Zusammenstellung •זבות צ^קי S. 357 involviert eine Begriffsverwirrung. בת קול S. 309 ist keineswegs immer eine ״Gittcsstimme“. B. verfehlt nicht, aus den die rabbinische Litteratur behandelnden Schriften und besonders aus den von ihm mit Recht gerühmten Arbeiton Bachers sich zu belehren, und. er ist dadurch in die Lago versetzt, neben der Schilderung des Judonthums der Diaspora auch eino Darstellung des palästinensischen zu geben. Aber <jie Ungleichmässigkeit des Materials, wie die Ungleich-■ xnässigkeit der Beherrschung desselben muss nothwendig auch zur Ungleichmässigkeit der Darstellung führen. Um die Lichtseiten des Judenthums zu, schildern, taucht B. den Pinsel in den Farbentopf der hellenistischen Litteratur, die weit; reichere, ihm aber nicht selbst zugängliche rabbinische Litte-., ratur dient ihm dazu, das Judenthum zu verdunkeln. Es soll: damit dem meinem Streben naqh Gerechtigkeit gezollten Lobkein .Eintrag., geschehen,, es ist einfach :;die Unzulänglichkeit

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