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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 1 · p. Seite 21

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 1
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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Dis Wiederherstellung Israels unter den Achümeiudon. 21 gewesen sein kann. Kosters hat aber in seiner Eile leider übersehen, dass *חשביה* in Neh. 3, 17 ausdrücklich gerade 80 -wie alle von Vers 17—21 genannten, als Levite bezeichnet wird, und dass unter diosen noch zwei andere solohe hoho Aemter bekleidet (Vers 18—19) haben. Ferner kt חמוש״, aus Esra 8, 2 beim Mauorbau Neh. 3, 10 beteiligt gewesen. Kosters sagt nun dagegen: Wenn in Neh. 3, 10 der Davidide Ilatus gemeint wäre, 80 würde sein Titel wohl nicht verschwiegen werden. Diese Behauptung ist falsch; denn wenn in Esra 8, 2 die nähere Herkunft des Hatus bezeichnet wird, so geschah es nur, um nachzuweisen, dass Esra bemüht war, in seiner Expedition alle Stände des Volkes vertreten sein zu lassen, so z. B. auch Männer von den ״בגי פנחס״ und ״בגי אתטר״. Auch die fehlenden Leviten und Nethinim suchte er nachträglich herbeizuschaften (Esra 8, 15—20), Sonst hätte Esra es auch gar nicht für nöthig befunden, ihn als Davididen zu bezeichnen (vgl. auch I. Chr011. 3. 22). Zu III. Dass ״גדר״ nicht Stadtmauer bedeutet, haben fast alle Exegeten behauptet. Das Wort kommt nirgends in dieser Bedeutung vor. Es ist daher nicht anders zu verstehen als ״der Gemeinde ihre Sonderexistenz verbürgen״, wie sich Öttli ausdrückt. Nettelers Vermuthung, dass hier von einer Erlaubniss zum Sfcadtmauerbau die Rede sei, ist nicht einleuchtend. Zu IV. Diesen frappierenden Einwand hat auch Cheync (Das relig, Leben 1900, 56) nachdrücklich betont. Aber nichtsdestoweniger ist er unbegründet. Wir haben oben (S. 10) gesehen, dass gerade Esra’s rücksichtsloses Vorgehen eine grosse Opposition im Volke hervorrufen musste. Wie konnte also in solcher Stimmung von einer Begeisterung für das Gesetz die Rede sein? Musste doch selbst Nehemia, wie wir später ■erfahren werden, einen besonders günstigen Moment dazu wählen. Was Sellin mit Neh. 5,15 will, hat er nicht gesagt. Offenbar soll, seiner Ansicht nach, daraus hervorgehon, dass bei Esrak Anwesenheit ein solches Treiben seitens des Pasohas undenkbar gewesen wäre. Die Stelle beweist aber nicht das Geringste. Denn wer hat denn je behauptet, dass dort von jüdischen Paschas die Rede sei? Ob Esra Einfluss ausüben konnte auf jüd. engherzige Volkshäupter, ist noch sehr fraglich.

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