Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1902)
- Article
- Eine Bücherconfiscation zu Fürth im Jahre 1702
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 4)
- Language
- German
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Die Büchereonflscation zu Fürth im Jahre 1702. 91 I. Verzeichnis der in Fürth 1702 confiscirfcen Bücher (S. XX. meiner Schrift). 1) סדר תפלות מכל השנה ed. Amsterdam. 2) Ein Machsor Grebefcbuch in Fol. 3) סדר תפלות מכל השנה ed. Wilmersdorf. 4) ß. Abarbanels Commentar. 5) . סדר שומרים לבוקר. 6) סליחות ed. Frankfurt. 7) Ein Machsor ed. Frankfurt. 8) Wiederum ein סדר תפלות מכל השנה• 9) Ein gross Machsor ed. Yenedig. 10) Eb. dies. Buchnocheinmal. 11) Der 2. Theil von einem Machsor. 12) Ein Commentarius לב אהרן 13) Ein Grebetb. ed. Sulzbach. 14) Acht unterschiedliche Traktätlein. 15) יורה דעה ed. Venedig. 16) סדר תפלות דרך ישרה ed, Frkf. 17) Ein Perusch ü.die Tefilla. 18) Eine kleine Frkf. Tefilla. II. Verzeichnis der bei Hirsch Fränkel im J. 1712 confiscirten Bücher (Höchstwichtiger actenmassiger Bericht, Seite 19—24). 1) Das Geisterbeschwörungsbuch, auch von seinem Einbande das grüne Buch gennant, 2) Ein von ihm selbst geschriebener jüd. Kalender. 3) Ein geschriebenes Jüd. Corpus Juris und ein geschriebenes Ehescheidungsbuch. 4) Das Buch Jore Dea. 5) Das Buch Emek Hamelech. 6) Der Rabi Abarbanei und andere zur Cabala Masias gehörige Bücher, aus welehen Hirsch F r ä nk e 1 sein Beschwörung8־ buch zusammen geschrieben hat. 7) Das Machsor in mehreren Ausgaben und einige andere Jüdische Tefillen (sic) Selichot. Hätte Referent das Verzeichnis II näher betrachtet, so hätte er bei Nr. 6 unmöglich übersehen können, dass die daselbst angeführten Bücher bei Hirsch Fränkel confiscirt wurden. Die gleiche Erkenntnis wäre ihm aufgegangen, wenn er den allerdings langathmigen Titel der von ihm citirten ״Nachricht“ beachtet hätte. Derselbe lautet nämlich : ״Nachricht von denen bei Hirsch Fränkel... angetroffenen . . . das ganze Christenthum entsetzlich lästernden geschriebenen und getruckten Büchern״. Ja, Referent hätte die Kenntnis dieser Büchertitel nicht erst aus den seltenen Schätzen der Frankfurter Stadtbibliothek zu schöpfen gebraucht. Ein Blick auf Seite 84 und 85 in Haenle^s Geschichte der Juden