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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1902) · p. Seite 72

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1902)
Article
Studien über Dunasch's Kritik gegen Saadia
Date
1902-01-01
Page
Seite 72 (sequence 11)
Language
German
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72 * Studien über Dunasob’s Kritik gegen Saadia. einen Platz in. seiner ■ Schrift einräumt. Die Verschiedenheit der Bezeichnungen für das Arabische in Dl und D2, worauf Porges ebenfalls hinweist1), ist gleichfalls belanglos2). Das vierte von Porges geäusserte Bedenken3) ist allerdings sehr schwerwiegend. Indess ist auch aus der Thatsache, dass in D2 schon deutlich das Gesetz der Dreibuchstäbigkeit und der Unterscheidung zwischen starken und schwachen Wurzeln erwähnt wird, während die Schrift gegen Menachem noch nichts davon aufzuweisen hat, kein Beweis gegen die Autorschaft Dunasch's zu führen. Es ist allerdings die Annahme verbreitet, dass J u d a Ch ajj uds c h der Entdecker der Theorie der schwachlautigen und geminaten Wurzeln sei. Indessen muss diese Ansicht, die gleichsam ein unerschütterliches Axiom in der Geschichte der Sprachwissenschaft geworden ist, erheblich eingeschränkt Werden, und zwar auf Grund der eigenen Angaben von Chajjüdsch, der in der Einleitung seines Werkes über die schwachlautigen Yerba folgendes sagt: פקד ״ צפי אמוד, ען כוציר מן אלנאסdass das Wesen der schwachen Yocale vielen Leuten unbekannt geblieben ist“. Es geht daraus hervor, dass zu seiner Zeit doch schon Einigen die Erkenntnis von dem We3en der schwachlautigen Yerba aufgegangen war. Anderenfalls hätte Chajjüdsch bei aller ihn sonst auszeichnenden Bescheidenheit nicht verfehlt, hervorzuheben, dass die von ihm behandelte Theorie noch niemandem be~ kannt gewesen sei, und er somit der erste Entdecker derselben sei4). Bei dem Mangel an ausführlichen Quellenberichten über jene so wichtige Epoche lassen sich allerdings über die Anfänge der so bedeutsamen Lehre nicht unzweifelhaft bestimmte Angaben machen. Beachtenswert aber ist jedenfalls, was Mose ben Esra in seiner Poetik und Befchorik, dem Kitäb al-Muhädara w’al Muzäkara, von jener Zeit sagt. Er schildert5 6) das Erwachen des wissenschaftlichen Strebens Wb. s. v. und bei Saadia ibn Danän in JGr. Wb. 789, 9—10. — In Nr. 45 p. 15 wird לעז Ps. 114, 1 durch ara/b. ״ לעזEhebruch treiben“ erklärt; vgl. Monatsschrift S.LIV, p. 490, Anm.. 3. x) 1. c. p. 257 Ende. 2־) Auch Abr. Ibn Esra bedient sich verschiedener Ausdrücke zur .Bezeichnung des Arab. 3) Porges 1. c. p. 253—255. 4) Vgl. die Einleitung zu Chajjüdsch’s Werk, ed. Jastrow, Leyden 1897, p. 1. 6) Ms. Berl. or. oct. 464 fol. 29b, auch citiert von Munk, Notice sur Aboulwalid Merwän ibn Djanäh, Paris 1851 p. 65.

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