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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1902) · p. Seite 71

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1902)
Article
Studien über Dunasch's Kritik gegen Saadia
Date
1902-01-01
Page
Seite 71 (sequence 10)
Language
German
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Studien über Dnnascli’s Kritik gegen Saadia. 71 haltbar. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es D2 nur darauf ankommt, seinen litterarischen Gegner zu bekämpfen, und dass er so, um nur eine Kritik an Saadia zu üben, ihn mit dem genannten Argument widerlegt, dass das Hebräische nur im Nothfalle mit dem Aramäischen und Arabischen zu vergleichen sei1). Es braucht aber daraus noch kein Gegensatz gefolgert zu werden zu der von Dl gegebenen Liste von 171 Worten, die mit dem Arabischen verwandt sind2). Denn an letzterer Stelle will ja Dl nur im Allgemeinen die Yerwandtschaft des Hebräischen mit dem Arab, darthun, die ja auch D2 keineswegs in Abrede stellt. Dl giebt ja sonst auch nur sehr wenige Erklärungen nach dem Arabischen. TJebrigens bleibt auch D2 selbst seinem Princip nicht treu3), indem er auch der Vergleichung mit dem Arabischen und Aramäischen in grammatischer4) wie in lexicalischer5 * * * * * 11) Hinsicht ף Vgl. D2 Nr. 26. 2) Dl p. 6S fgg. 3) Es sei bemerkt, dass auch Abr. Ibn Esra sich einer solchen Inconsequenz schuldig macht, indem er, in Widerspruch mit seinem im Sefat jether Nr. 34 und 61 gegen Dunasch ausgesprochenen Grund- Sätzen doch öfters das Arab. und Aramäische zur Vergleichung heranzieht; vgl. Bacher, Abr. ibn Esra als Grammatiker, p. 35, Anm. 15. 4) Von den grammatischen Vergleichungen mit dem Arab. sei erwähnt: Nr. 6, wonach im Heb1\, ebenso wie im Arab. und Aramäisehen ד und ט als Elemente der Hitpaelbildung bei Zischlauten gebraucht werden. Das Aram. nennt D2 hier לשו] כשדי. 5) Nr. 21, p. 7 wird זבד in זבדני Gen. 30, 20 gegen Saadia, der es mit זבת zusammenstellen will, verglichen mit dem arab. ״ זבדJeinandem ein Geschenk geben“. Ich kann das arab. Wort nur belegen in dem Sinn: ״Jemandem einen kleinen Theil seines Vermögens geben״. Betreffs Saadia’sUebersetzung, über welche verschiedene Angaben vorliegen, cf. Derenbourg, Oeuvres completes etc. Paris 1893, p. 46, Anm. 3. Das dort sich findende פוק ist. meines Erachtens, von Der. 1. c. nicht richtig mit הפקיד wiedergegeben; denn das arab. Wort bedeutet ״etwas dem TTrtheil Jemandes übergeben״. Es bat auch den Sinn: ״eine Frau ohne Mitgift heiraten״. [Bemerkt sei noch, dass nach Gesen. Thes, s. v. Bar Ali in seinem Wb. zur P’schitta es mit arab. ״ זודeine Mitgift geben״ erklärt]. Die Bg. 3 bei JG. Wb, 187 hat auch פיק. Dieselbe Verglchg. wie D2 hat auch JG. Wb. s, v. Ganz so fasst es auch auf David b. Abraham bei JG. Wb. 781, 32, indem er übe! setzt;אתחפני אללה תהפד ״ חסנהGott hat mir ein schönes Geschenk gegeben״, und zu dem mit זבד zusammengesetzten Eigennamen זבדי Nein 11, 17, I Chr. 27, 27 u. זבדיאיל Neh. 11, 14 u. I Chron. 27, 2 bemerkt er, dass die Zusammen- Setzung hierbei an die gleichen arab. Eigennamen טרפה טריף von טרף ״geben״ erinnern. — Nr. 37, p. 12 wird [ימי Ps. 77, 11, ibid. 144, 8 u. 11 durch arab. [ימי Schwur erklärt. Diese Verglchg. weist Abr. Ibn Esra zurück in Sefath Jether Nr. 34, und im Comm. zu Ps. 144, 8 wo er dieselbe Juda ihn Baläm zuschreibt. Sie findet sich auch bei Dav. Kimchi

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