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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1902) · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1902)
Article
Studien über Dunasch's Kritik gegen Saadia
Date
1902-01-01
Page
Seite 67 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Studien über Dunasclfs Kritik gegen Saadia. 67 Indem wir nun zur Widerlegung der einzelnen von Porges angeführten Gründe schreiten1), wird sich uns hierbei mancher nähere Einblick in das noch wenig gewürdigte Werk ergeben. Den ersten Einwand2) anlangend, sei bemerkt, dass die Verschiedenheit des kritischen Tones in den beiden Schriften sich daraus herleitet, dass Dunasch gegen Saadia, der doch sein Lehrer war, immerhin nicht eine solche Sprache führen konnte, wie gegen Menachem, den er ja auch wegen der Gunst, die ihm der damals allmächtige Chisdai Ibn Schaprüt zugewendet hatte, beneiden und hassen mochte. Immerhin zeigt auch die Kritik gegen Saadia manche wenig schonende Worte, wie er ja auch einmal bemerkt, dass er seine Schrift gegen den Gaon eher, hätte ס׳ תיקון השגגות nennen sollen3). Auch der zweite ,von Porges geltend gemachte Grund4) kann uns nicht dazu führen, Dunasch die Autorschaft der Schrift abzuerkennen. Denn bei genauer Betrachtung sind es nur zwei Widersprüche, denen wir in den beiden Kritiken begegnen, und zwar betrefis der Erklärungen von פותה I. Mos. 49, 11 — Dl. p. 26 b D2 Nr. 152 — und צפד Echa 4, 8 — Dl p. 91 D2 Nr. 126 Ende. — Die anderen Fälle zeigen durchaus keine Widersprüche. Denn, dass Dunasch in der Kritik gegen Menachem nicht auch für die zusammengesetzten Bildungen das Beispiel von אראלם Jos. 337 ל anführt5), wie in der Schrift gegen Saadia6), kann doch wahrlich kein ernsthafter Grund sein, einen Gegensatz zwischen beiden Schriften zu statuieren. Auch, dass in D2 בשלם I Reg. 19, 217) ausdrücklich als gleich בשל להם erklärt wird, während in Dl8) es nur als der gleichen Regel folgend bezeichnet wird, ist kein stichhaltiger Beweis, da die sämmtliohen dort gegebenen Beispiele nicht die Auflösung der Zusammensetzung bieten. — Unbegreiflich ist uns, wie Porges aus den Bernerkungen in D2 Nr. 70 zu נפתי Prov. 7, 18 einen Gegensatz 0 Wir werden im Folgenden, nach Porges’ Vorgang, die Schrift gegen Menachem mit Dl, die ge^en Saadja mit D2 bezeichnen. 2) Vgl. Porges, 1. c. p. 247—248. *) Vgl. D2, p. 47, Nr. 1B4. 4) ibid. 251—252. h) Dl p. 51 u. 94. «) D2 Nr. 57. 7) ibid. p. 19. s) Dl 1. c. 5*

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