Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1902)
- Article
- Zerstreute Bemerkungen zum hebräischen Sirach
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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Zerstreute Beäierkungen zum hebräischen. Sirach. 51 Stamme זכר gemäss, gewahrt ist. Ausserdem sind דרכי צדק überall da; in s^׳ö׳poW inimicorum ist איוב verkannt, und iv in imbre kann vielleicht eine Auffassung von נשיא als Einzahl von נשיאים Wolke^ übertragen Regen, (Jer. 1013 und öfter, 4 1357, Prov. 2514) enthalten. Diese Einzahl ist in solchem Sinne nicht gebräuchlich. Aber wo einmal eine Verkennung stattfindet, da ist auch s 0 etwas möglich. Es ist mir lieber, als wenn ich gezwungen wäre, einen Lesefehler anzunehmen, wobei גשם נשיא erscheinen müsste. ZugegebeD, dass jene Auffassung von נשיא eine Sprachkenntniss voraussetzt, die bei solchen Verkennungen nicht vorhanden zu sein scheint, ist es doch eine bekannte Erscheinung, dass die Gelehrsamkeit sich dann'J gerade an einem Orte einstellt, wo sie überflüssig ist. Dann kann aber נשיא nicht mit Sniend in נביא verwandelt werden — Hiob erscheint doch, gleich den Stammvätern (Cf, Gen. 236 'נשיא נו) als ein Fürst; man lese die Schilderung Hiob 297 ff. Auch.darf dann nicht אזכיר statt הזכיר gesetzt werden : Sirach führt nicht nur die E r w ä h - 11 u n g Hiobs, sondern das ganze Buch Hiob auf Hesekiel zurück. Vielleicht meint auch Josephus dasselbe, wenn ei Ant. X 5 anführt, Hesekiel habe zwei Bücher geschrieben, nämlich das seinige und Hiob. Die Möglichkeit, dass der jüngere Sirach selbst den Urtext missverstanden, ist nach König (die Originalität des neulich entdeckten hebräischen Sirachtexies, Preiburg, Mohr, 1899. S. 15) nicht ausgeschlossen. Es ist dies ein wichtiger Grundsatz, den der durch seine wissenschaftliche Vorurtheilslosigkeit bekannte Gelehrte hier äussert, den Ueberschätzungen gegenüber, denen G. im Vergleich zum M. T. in den biblischen Büchern oft begegnet. Ich habe soeben Gelegenheit gehabt, diese Vermuthung Königs zur Gewissheit zu erheben. Schon Lowth in de sacra poesi Hebraeorum, (Oxford 1753) S. 243־ macht in der Anmerkung darauf aufmerksam, dass im berühmten Lobe der Thora es heisst 0>: <pw$ dem Licht gleich hätte sich die Zucht verbreitet. Das' sei durch ein Missverständniss dem Worte כאור (cf. Arnos 8S die auch von Raschi gebrachte Deutung) gegenüber entstanden. Dem Zusammenhänge gemäss müsste es כיאור heissen, da dort mehrere Hauptströme des Alterthums genannt werden. Ben Sew hat in der That כיאור stehen, So kann auch hier der Enkel den Grossvater missverstanden haben. 4*