Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1902)
- Article
- Die neueste Construction der jüdischen Geschichte
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 31)
- Language
- German
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Die 08±גר0יבב(» Construction der jüdischen Geschichte. 31 Grundlage für die'Entscheidung nimmt, und da erzählt uns nun Herr Hale־vy, dass die Zusätze im Talmud allen Rischonim bekannt waren1). Und was falsche Lesarten angeht, so ist Herr Halevy doch wahrlich viel zu sehr in Maimuni7s Mischneh Thorah bewandert, um zu wissen, wie oft RABD die Entscheidung Mahnuni’s und wie oft die Apologeten des Meisters jene Einrwände mit dem Vorwurf falscher Lesarten zurückweiseh2). Sein, hi nwegschimpfen lässt sich die von "Wei8s vorgetragene Ansicht nicht. Zwar mag manche der von ihm angeführten Stellen (Dor etc. III. p, 222), namentlich ans dem Zusammenhang gerissen, nicht ganz stichhaltig sein, aber an den Thatsachen ist nicht zu rütteln, dass erstens der Talmud nie •einen masoretisch festen Text hatte, und dass zweitens über die Entscheidungen des Talmuds hinausgegangen wurde, ohne Abstimmungen darüber zu veranstalten, sondern indem dieselben übersehen oder direct ignoriert wurden. Berechtigt ist es, wenn unser Verfasser schliesslich die Behandlung dieser Frage ablehnt; es ist nur zu billigen, dass die Canonicitäfc des Talmud eine dogmatische und nicht historische Frage genannt wird. Allerdings gilt das nur vom Standpunkt dessen; der im Talmud ein litterarisches Product menschlicher Geistesarbeit erblickt. Für den Verfasser heisst dieses Bekenivtniss ״die "Waffen strecken‘1 und zugeben, dass seine Anschauung bei der grossen Anzahl ent gegen st e he n der Thatsachen unhalt״ bar ist, 7. Die Geonirn. Quellen. Die beste Einleitung in eine Geschichte der gaonäischen Periode Liebet eine Uebersicht der Quellen. Soll der Leser in das Verstandniss der Zeit eingeführt werden, so muss zunächst von der einzigartigen Litteratur der Responsen die Rede sein, die ein vollkommenes Bild von dem inneren und äusseren. Leben der Juden in jener Zeit zu bieten ge־־ eignet ist. An diesem Orte müsste über die verschiedenen Responsensanamlhangen und deren Werth gesprochen werden. Erst nach und hinter diesen unpersönlichen hätte sich וכל הראשוניים ידעו שזה; הה מיםפד■ (נ p. 139. 2) ״Vgl. Hassag־ot zu ה׳ שקלים III, 4 לא מצאתי לזה שורש בגם׳ ולא בתום׳ ולא בירושלמי ואני אומי שהטעי מה שראה במקצת ספרים ־. . ♦ והוא מ י״פו ז טעות סופרים II, 12 מעולם לא שמעכו זאת הנסחא; gegen RABD vgl. z. B. מנדל עוד; za ה׳ שבת xv, 1 und in מ״מ das. xxv. 16.