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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1902) · p. Seite 20

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1902)
Article
Die neueste Construction der jüdischen Geschichte
Date
1902-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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IRI
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2Ö Die neneste Construction der jüdischen Geschickte. das lehrt uns Herr Halevy, der ein Meister im Verurtheilen anderer ist, selber, wenn er über die neneste Forschung klagt, ״die nur auf leeren Yermuthungen sich, aufbaut und ihnen zuliebe selbst die Texte verschlimbessert, eine Methode, die unbeweisbare Hypothesen als absolute Gewissheit ausgiebt“. Mit Recht nennt er dieses Vorgehen einen ״gewaltigen Rückschritt, der zur Aufklärung unserer Geschichte nie und nimmer führt״. (Dor. III. p. 170). 4. Die letzten Amoräer, Das zweite Capitel behandelt zunächst die Zeitgenossen R. Aschi’s und ihr Vorkommen im Talmud. Es ist, wie gesagt, nebst Cap. YI. des II. Abschnitts תורתן של ראשונים das Beste am ganzen Buche, und ich. wollte darum jede kritische Bemerkung unterlassen. Dennoch aber kann ich nicht umhin, auch hier an zwei Beispielen zu zeigen, mit welcher Leichtfertigkeit uasfer Verfasser die von ihm b ekämpften Autoren studiert, und welcher Werth demnach seiner abfälligen Kritik zukommt. § 7 über Rafram beginnt בדבר רפרם הראשון והשני כבר נבוכו וכל אחד כתב לו על פי דרכו כי בדברי רב שרירא גאון שלפנינו אין שם , כי אם רפרם אהד * . . ונפטר 294 תש״ו (p. 85) es folgt dann der gewohnte scharfe. Ausfall gegen die Nachtreter des Seder ha-Dorot und endigt mit dem Nachweis eines Irrthums bei Graeiz. Gewiss, denn in der Scheriraausgabe unseres Verfassers fehlt eben eine Zeile (s. oben) und darum durften auch sorgfältige Forscher nicht das Richtige haben. Mit Aufgebot vieler Gelehrsamkeit findet er auch Rafram IL und schliesslich überzeugt er sich gar aus anderen Scheriratexten1) von seiner Existenz. Von den früheren Angriffen aber nimmt er nichts zurück. Der Vorwurf gegen Graetz ist indess völlig unbegründet, denn das Todesjahr Rafram5 s hat in der That nur Scherira so wie IV3 * (p. 386, Note 1, 27) bemerkt ist.2) ג) Nach Halevy’s Theorie im I. Cap., durfte dieser n ach Rabina genannte Rafram nun freilich nicht mehr als Atnora im Talmud vorkommen; hier hatte er den richtigen Text und kam nicht hinter seinen erbärmlichen Schnitzer. Wir *werden noch öfter zu beobachten Gelegenheit haben, wie der Verfasser in dem einen Cap. noch nicht weiss, was er im anderen sagen will, weil er die Materie eben nicht beherrscht. 2) Bei Graetz ist hier ein Druckfehler, statt 761 muss es heissen 754, bei Abr, ihn Dand ist das Sterbejahr׳ indirect gegeben 194 mundi -p 10.

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