Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 46 (1902)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1902)
- Article
- Die neueste Construction der jüdischen Geschichte
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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Die neueste Construction der jüdischen Geschichte. ]1 Es beschliesst endlich die Epoche der Saboräer die Zeit der R. Gida und R. Huna, die der von Pumbedita nach Anbar verlegten Akademie bis zu ihrer Wiedereröffnung 589 vor״ standen; das sind die von Scherira genannten letzten Saboräer רבנן בתראי. In Sura hingegen war die Akademie von 540 etwa bis 610 geschlossen, dort rechnete man wohl den Beginn des Gaonats erst von einem späteren Datum5 so dass es auch Saboräer in übertragenem Sinne giebt. Das erste Saboräergeschlec-ht hat die Abfassung des Talmud abgeschlossen und noch Erklärungen unter seinem Namen in die Sugja eingefügt; das zweite hingegen gab nur noch die Sebara, d. h. dem kurzen Talmudtext wurde häufig eine mündliche Erklärung beigegeben, die traditionell war und von diesen letzten Saboräern dann dem Talmud ein״ verleibt wurde. Im Synhedrium in Phiruz wurde schliesslich auf gemeinschaftliches Uebereinkommeni hin die Zeit der Sebara geschlossen (p. 1—38). Das ist die Quintessenz des ersten Capitels, das der Verfasser reichlich durchsetzt mit gehässigen und (da er seinen Gegnern Dinge unterschiebt/ die sie nie behauptet haben) auch unehrlichen Ausfällen gegen die leichtfertigen Historiker die ihre Quellen nicht verstanden oder böswillig, entstellt habem Es zeugte in der That von einer beispiellosen Fahrlässigkeit, wenn unsere Historiker ohne Ausnahme dieses neue Geschlecht der Haibamoräer, die Verschiedenheit der Saboräergenerationen und die frisch entdeckten Lehrhauspräsidenten R. Gisa und R. Huna übersehen hätten.. Indessen so viele neue Behauptungen uns hier vorliegen, so viele Fehler enthalten sie. Verlieren wir keine Zeit damit den Widersinn dieser Theorie im einzelnen zu widerlegen und ihre zahlreichen inneren Widersprüche aufzuzeigen; da der Verfasser uns seine Methode als eine auf-exakten Quellen- Studien beruhende anpreisfc, wollen ־wir sogleich aus der Quelle zu erkennen suchen, wie er seine Resultate gewonnnen hat. Scherira berichtet zunächst von R. Aschi’s Thätigkeit für die Redaction des Talmud sowie von seinem Tode im Jahre 427 und fährt dann fort: ו ט ך ב ת ר י ה ב ט ת א מחטיא רב יימר ונח נמשיה בשנת תשט״ג ובתריה ד אידי בר אבין ושכיב בשנת. תשט״ג ובתריה רב נחמן בר רב הונא , . ונפל שמדא . . ומלך במתא מחסיא רב טביוטי