Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das hebräisch-persische Wörterbuch des Salomo ben Samuel
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 3)
- Language
- German
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Das heb1״.־pers. Wörterbuch des Sal. b. Sam. 77 und klar, obwohl seine grammatischen Kenntnisse mangelhaft und dürftig waren. Zur Erklärung des hebräischen und aramaischen Sprachgutes, das er lexicalisch bearbeitete, bediente er sich zumeist des Persischen, sehr oft des Arabischen und vielfach des Hebräischen. Namentlich grössere Erläuterungen sind hebräisch geschrieben, und die eigentliche Sprache, gewissermassen der Rahmen des Wörterbuches, ist hebräisch (S. 23). Auch Türkisch und etwas Griechisch muss er verstanden haben. Selbst Wörter aus romanischen Sprachen, meist italienisch — er nennt sie wie Raschi לען, aber auch פראנגי, Fränkisch — zieht er zur Erläuterung herbei. Seine Litteraturkenntnisse waren vergleichsweise umfangreich. Er war in der Bibel, dem Targum Onkelos, und dem Prophetentargum, der Mischnah, dem babylonischen Talmud, einigen halachischen und haggadischen Midraschim und etlichen nachtalmudischen Schriften, besonders den Halachot Gedolot, wohl bewandert (S. 31 fl). Seine besondere Stärke aber bildet die Kenntniss der Realien, deren Benennungen er genau zu bestimmen hatte. Er giebt überall präcis, wenn auch nicht durchgehends richtig, die Bedeutung seines Schlag- Wortes an, und sein Werk ist besonders für die talmudische Litteratur eine Fundgrube nützlicher Belehrung (S. 17 ff.) Zur näheren Begründung dieser Ergebnisse, bei deren Wiedergabe wir den Ausführungen des gelehrten Herausgebers zum Theil wörtlich gefolgt sind, hat Bacher mit dem erstaunlichen Fleiss, der für seine wissenschaftlichen Untersuchungen charakteristisch, ist, das von Salomo b. Samuel verarbeitete Material nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnet und dadurch ein klares Bild von dem Werth und der Bedeutung dieses Wörterbuchs ermöglicht. Er behandelt nacheinander seine Beiträge zur biblischen und talmudischen Lexicologie (S. 58 fl), Sprach vergleichendes (S. 66 ff), unbekannte Wörter (S. 75 ff), Grammatisches (S. 90 ff), Varianten zum Bibeltexte (S. 103 ff) und zum Targumtexte (S. 109 fl־) und endlich Erklärungen zu einzelnen Bibelstelle 11 (S. 114 ff). Im hebräischen Theil giebt er dann Proben aus dem Wörterbuch (aus den Buchstaben כ, ד ,b ,ק, נ), stellt darauf nach dem Original Beiträge zur biblischen (S. 9—23) und talmudischen (S. 44—23־) Lexicologie und schliesslich ״unbekannte Wörter“ (S. 44—76) zusammen. Auf die überreiche Fülle des Dargebotenen im Einzel-