Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 44 (1900)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Joseph Sambari's Nachrichten über das Geschlecht der Maimoniden
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 5)
- Language
- German
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18 Joseph Sambari’s Nachrichten über das Geschlecht der Maimoniden. tägigen Schaltjahren, die mit einem Donnerstag beginnen (d. h. deren Kalenderzeichen הח״א ist) auf einen Mittwoch fallen kann, und der Yater Davids, Ahraham, nur ein einziges Mal, nämlich im Jahre 4973 M., ein derartiges Kalenderjahr ganz erlebt1) hat, so wird man getrost annehmen dürfen, dass David am Mittwoch den 24 Tebeth 4973 M. 19 Decbr. 1212 Chr. geboren ist.2) Dem Jahre 4973 M. entspricht aber das Jahr 1524 Sei., weshalb "אתקל״ד" der Handschriften in "7/א׳ תקכ״ד zu corrigieren ist, was diplomatisch sehr wohl zulässig ist. Durch diese Correctur ist zugleich erreicht, das der Zeitraum zwischen dem Geburts- und Todesjahr in der That 87 Jahre beträgt. Bleibt nur noch die Frage, ob der Neumondstag des Elul 1611 wirklich ein Sabbath gewesen ist. Die Antwort darauf ist ein glattes Nein3). Denn der 1. Elul 1611 fiel vielmehr auf einen Mittwoch. Da jedoch auf Grund der bisherigen Darlegungen die Hauptschwierigkeit sich durch eine geringfügige Buchstabenänderung hat beseitigen lassen, so wird den Sachverständigen, zumalman ohne eine zw eite Correctur 4) überhaupt nicht auskommen kann, hoffentlich auch der weitere Vorschlag, statt: בשבת״" zu lesen: בד׳ בשבת״" einleuchtend und annehmbar erscheinen. David b. Abr. b. Mose Maimüni wäre demnach im Alter von 87 Jahren am Mittwoch, 17. August 1300 gestorben. 2. Die Nachrichten über Abrahams jüngeren Sohn Obadja finden sich zwei Mal5 *) bei Sambari. Sie ergänzen einander ף Er ist selbst gegen Ende eines solchen Kalenderjahres geboren. Jahre mit dem Kalenderzeichen ד,ח״א treten bekanntlich nur Vergleichsweise selten ein. Im Verlauf des ganzen 13. nachchristl. Jahrhunderts gab es z. B. deren nur drei: 1213, 1240 u. 1264. 2) Auf einem etwas anderen aber nicht minder gangbaren Wege ist bereits Goldberg a. a. 0. zu dem gleichen Ergebniss gekommen. Brody’s Einwendungen (מטמוני מסתרים, S. 7) dagegen sind unerheblich. 3) Leider hat sich Goldberg, sonst als besonnener und zuverlässiger Fachmann auf diesem Gebiete bekannt, hier versehen. Das Kalender- Zeichen des Jahres 1611 Sei. 5060 M. war nicht ׳ד,ב״ז sondern vielmehr זח״ כ. 4) Die diplomatisch etwa noch möglichen Vorschläge, statt פ״ז vielleicht ע״ז oder פ״ן zu lesen, führen, ob man nun 1213 oder 1223 zum Ausgangspunkt der Bechnung nimmt, darum nicht zum Ziele, weil in keinem der Jahre (1290, 1299 u. 1309), die dann in Betracht kämen, (ebensowenig übrigens im Jahre 1310), ein Neumondstag des Elul auf einen Sahbath gefallen ist. Dazu kommt, dass wenn man sich für einen der letzteren Vorschläge entschiede, man dann event. noch zu einer dritten Correctur, nämlich zu einer solchen des Todesjahres schreiten müsste. ß) N. 120, 16ff 135, 6ff und B. 10, 3ff 36, ■9 ff. Berliner hat die Dublette nicht bemerkt und darum (S. IX) den sachlich und diplomatisch