Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 43 (1899)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 4)
- Language
- German
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Die italienische Literatur der Juden, 35 Identification wird nichtverleb rächt, sondern ein strengerer Beweis für dieselbe verlangt, offenbar, weil es befremdlich erscheint, dass einen! als Kabbalisten berühmten Rabbi (vgl. Jahrg. 42, 8. 169) eine Uebcrsetzung des More gewidmet sei — die erste, in einer lebenden europäischen Sprache. — leb könnt(‘ daran erinnern, dass zu Ende des XIII. Jahrh. der phantastische Abraham Abulafia dieses Buch mit seiner abstrusen Buchstaben-Kabbala in 2 noch erhaltenen Recensionen verballhornt hat (Jahrg. 42, S. 169) und sich riiliint, in Sicilien hervorragende Schüler gefunden zu haben. Aber solcher allgemeinen Argumente bedarf es hier nicht, um die vermeintliehe Seltsamkeit als Factum zu erweisen. Es ist hier nicht gestattet an einen ״mehr im Leben als in der Wissenschaft hervorragenden Mäcen“ u. s. w. zu denken, denn bei aller ״Uebersehwänglichkeit“ —, di<‘׳ leider in jüdischen Producten noch jetzt grassirt — ist es doch keinem Autor eingefallen,, <*inen עם הארץ, wäre er auch nach und wohlthätig, Parnes oder sonstwie im ״Leben hervorragend“ als ״dotissimo und divinissimo“ (ein starker Superlativ von divino אלה י, Theologe oder!Metaphysiker) anzureden, ohne sieh geradezu lächerlich zu machen; also muss Immanuel unter bekannten Gelehrten um 1580 gesucht werden, und da bleibt keine Auswähl, welche einen Zweifel zuliesse. Als ich im Verzeichnis» dm* Berliner Handsehr. (S. 33) die Worte ״ohne Zweifel“ schrieb, hatte ich mir bereits durch Jahrzehnte die italienischen Juden verzeichnet-, welch(* ״Fano“ oder ״de. Fano“ (das heisst aus Fano, im Kirchenstaat, vgl. llehr. Bibliogr. 1, 69) hicssen, ohne ״ein angesehen(;» Geschlecht derer von Fano“ daraus zu construirenן), für welches ich noch die genealogischen Nachweise abwarte. Ich übersehe heute meine Noten über die ״Fanoten“, deren ich ungefähr 25 verzeichnet habe; unter ihnen, wie unter den 18 in Mortara’s Jndica (wo der 2. Jakob b. Elia zu streichen; das ist Jakob ]*an, der Prager Herausg. des Compendiuins der Herzen speichten), unter allen diesen heisst kein einziger Immanuel, ein einziger Mcnachem; das ist eben der von mir mit Immanuel identificirte, also auf statistischer Grundlage, welche genügt, auch wenn ein bisher unbekannter Immanuel aus dem Jahre 1580 ״erschlossen“ oder ״ausgegraben“ werden sollte, wie die Franzosen sagen, um Kaufmanns Bedenken zu beseitigen und den Unterschied zwischen einem italienischen Mystiker und einem polnisch-ungarischen oder schwäbischen fesizu- ג) Den Beweis dafür enth. bereits R'EJ SO, 84—90. D. K. 3*