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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 1 · p. Seite 13

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 1
Article
Die rituellen Reinheitsgesetze in der Bibel und im Talmud
Date
1899-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Die rituelle« Rüinl1eit.sj׳esetze in der Bibel und im Talmud. nnheimfallen muss. Kirn*, analoge riit findet. sich hinsichtlich eines Gelasses, in (lern heiliges ()pferfleisch gekocht wurde. ״Irdenes Gefäss, in denn es gekocht wurde, muss zerbrochen werden: wurde es aber in einem kupfernen Grfasse gekocht, so muss dieses gereinigt und mit Wasser ausgespült, werden“ (Bevit. VI, 21). Handelte es sieh hier um irgend eine geistige Infection, so bliebe es jedenfalls unbegreitlich, warum die Wirkung derselben in Abhängigkeit stellen sollte von dein Stoffe, aus welchem die inficirten Gegenständ(‘ hergestellt sind. Derselbe rationelle Zug tritt auch in den Bedingungen hervor, unten* denen die Infection von NahrungsstoÜen vor sieh geht. Dass Theilehen der schädlichen Materie sieh leichter an feuchte als an trockene Nahrungsstoffe ansetzen können, das ist eine so einfache und ' augcuscheinlieln: Wahrheit, dass sie selbst dem .luden des Alterthmns nicht entgehen könnt(‘1); de!־ Gesetzgeber könnt(‘ daher ohne alle Motivirung folgende!»(‘Stimmung treffen: ״Und wenn eines ihr(‘]* Aase auf irgend welch•‘ Sämereien fällt, di»* ausgesäet werden, so sind dies(‘, rein: ist aber W asser an die Sämereien gebracht worden, und es fällt dann eines ihrer Aase darauf, so sollen sie euch unrein sein״ (Uevit. XI, 87. 88;. ״.bub‘ Art Speise, welche gegessen wird, an die Wasser kommt, wird unrein, ebenso wird jedes Getränk, das in jederlei Gefass getrunken wird, unrein. Nur (Quellen, Brunnen, und Wasserbehälter bleiben rein; wer aber ihr Aas berührt, wird unrein“ (ibid, 84. 8(>). Die letzt.(? Vorseiirift bedarf keim•!־ Erklärung; die unbedeutende Quantität Giftstoffes verLiort natürlich, in einem grossen Wasserreservoir aufgelöst, ihre schädliche Wirkung, besonders noch, wenn das Wasser »*•in Ü!’essendes ist. Im Zusammenhänge mit dem Gesetze über Gefallenes und, so zu sagen, •unter derselben Flagge der ״rituellen Reinheit“ wird das Gesetz über reine und unreine ״!,liier«* dargelegt. Bekanntlich scheidet das Mosaisch(; Gesetz aus allen Klassen des Thierreiches nur einig»; Arten aus, welche es unter der Bczeichmmg von ״reinen“ den Juden zum Genuss!; gestattet. So gelten unter den Säugethieren als rein nur die doppelklauigen Wiederkäuer; unter den Vögeln nur diejenigen, die nicht zu den Raubvögeln gehören;• unter den Fischen die׳- jeiligen, welche Flossen und Schuppen haben,und endlich von den l) Len lois de Manou. traduites pur G. Strehly, livre V.

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