Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
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Dio italienische Littcrutur der ,luUen. 85 Antwort darauf sollte eigentlich nur vom ethnologischen oder philologischen Standpunkt aus «••!‘«,*•!!!»חס werden, aber die theologische Bibelkumle erlauht sieh, ein entscheidendes *Wort dreinzuwerfen, Es giebt aber auch andere Gesichtspunkte für die Iletraehtung diu* in Frage, kommenden Sprachen. näjnlich der Umfang und die Dauer des Gebrauchs, der Inhalt der in ihnen verfassten oder in dieselben übersetzten Schritten und die Beziehung der letzteren zum religiösen Leben, woraus sich di(‘ Wichtigkeit der betreffenden Litroratur ergiebt. Es wird Niemand hier eine eingehende Erörterung dieses interessanten Gegenstandes erwarten, oder auch nur die ausreichenden Belege liir einige vergleiehende Bemerkungen. Wenn wir von dem oben als problematisch bezeichnet••?! Chaldüischen nbsehen, so (‘!'geben sieh etwa sechs bis sieben Sprachen in folgender Abstufung nach ihrer Bedeutung*; Griechisch, Arabisch, Spanisch - Portugiesisch, Deutsch, 11 a 1 i e 11 i se 11, F ran z ö s i s c h. Das letzte Glied der Reihe ist schnell erledigt, weil die Verjagung aus Frankreich im .). U>0b der Theilnahme der .luden am Altfranzösisehen und Provempdisehen ein frühes Ende machte. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, dass die modernen jüdischen Staatsbürger ausserhalb der Grenze unserer sprachlichen Betrachtung liegen, wenn auch ihre litterarische Theilnahme an Wissenschaft und Kunst, an politisehem und socialem Leben ihres Vaterlandes leider noch immer einen Gegenstand der (Jontroversc bildet und daraus Schlüsse aller Art gezogen werden, deren Berechtigung vom Standpunkt des einfachen ilensehenreclits und der Staatsklugheit zu prüfen wäre, also über unser nächstes Ziel binausgebt; andererseits möge die Einführung der Landessprache in dem Cult uh der religiösen Ooutroverse überlassen bleiben, welche sich von Geschichte und Wissenschaft nicht allein leiten lässt. Diese Auseinandersetzung gilt auch für die anderen Sprachkreise Was das Französische betrifft, so schlossen sich die zerstreuten Notizen Jcllinek’s, die Beiträge Neubauers (in Böhmer’s Romanische Studien II, 1872), die leider unterbrochenen Arbeiten von Ars. Darmestetter (1874, 1878), die Ausgaben von proveii^alischen Hymnen durch Sabbatier (Nimes, 1874) und den König Don Pedro von Brasilien (Avignon 1891) an Bibelerklärung (vgl. Neub. in Halb ins r p. 475, 489) und Cultus, also vorzugsweise an hebräische Texte; sie bezeugen aber theilweise die Bekanntschaft mit * © a*