Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
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Die italienische Litroratur ilei .1 Laien. iU 1 Material, welches die hebräische Litteraüir gewisser-!nassen im Laute durch die Länder von den verschiedenen Ufern mit sieh fortgerissen, zuritckgcgeben, also dasselbe als Sioll’ der Geschichte der verschiedenen Sprachen selbst in Betracht ״vzo^vii werden. Die Frage nach der Bedeutung der von!Um •luden gekannten und mehr■ oder weniger an* gewendeten, zum Thoil modiiieirteu Sprachen t’iir die Culturgeschieht(‘ der Juden selbst wurde dort kaum indireet berührt. Doch war ich naturgemüss auch auf dieses Thema geführt, und die Litteratur der Juden in nichtlicbrüischor Spraehe bildete seit. ISiVJ einen besonderen Abschnitt in meiner Vorlesung: ״Allgemeine Einleitung in die jüdische Literatur.“ Nach beiden Biehtungeti ist von M, Sachs (.1002) his Krauss ( iS?J7) ein!' klein(’ Litteratur nngewaehsen, dci’en Zusammen- Stellung voll dem nächsten Zweck(1 der ■nachfolgenden *Mittheiiungen sieh zu weit cntfenu'n würde, Ich beschranke mich auf einige Bemerkungen über die Beitrüge zur zweiten Kategorie. Die Schriften der Juden in niclitlvebräischer Sprache, ohne lJüoksieht. auf die Schrift, haben bisher keine übersichtliche Darstellung gefunden. N culiatier’8 Artikel: .Jht höh llthrcw l(t)t!/u«<jes used h!j Jacs'k in Jewish (Quarterly hYview (IV, 7 if.) ist ein Lebcrhlick aus der Yogolpcrspcctive als Einleitung zu einer Becension von li. Fürst.’« Glossarium (iraeco-I b'hraieum; die Einschränkung in der zweiten Feberschritt auf die Umschreibung mit hebräischen Lottern war in der Ausführung nicht, streng durchzuführen; in der Tliut sind wir darüber theilweisc gar nicht in der Lag(‘, ein sicheres ITtheil abzugeben; hat man doch selbst Jbn Esra’s unzweiheutiges Zeugnis«, dass Saadia Ganifs Bibelcrlüuterungen in arabischer Sprache und Schrift abgefasst worden, durch eine sinnreiche, aber unnötige Correctur (רבגתיבהם für יבב״זיבקם} unserer heutigen Anschauungsweise vom “geringen Werthe der Schrift in der Litteratur anzupassen gesucht! Will man den ganzen grossen Kreis durchwandern, so liegt es nahe, es am chronologischen Faden der jüdischen Geschichte zu thun, die uns bald zu einer eigenthündichen Erscheinung führt, in der wir den künftigen Charaeter des sprachlichen Lebens der Juden vorgezeichnet linden; ich habe dafür mehrmals den Ausdruck ,.sprachliches Amphibienleben*4 gebraucht. Das erste Problem, das uns stutzig macht, ist die Frage: ist das Chaldiiisehe (Jüdischarainäische) tür die Juden als eine ״fremde44 Sprache anzusehen? Die