Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 16)
- Language
- German
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32 Die hVligiunsphilosophie Abraham Ibn Esra’s, 11) Im Exeurs zum gangb. Coiuiu, zu 2. Mose 33, 23 erklürt IK dir Stulle• das. *אחירי ופני לא ירא TN דאית'- so, dass der Mensch lud Lebzeiten «liu Werke Gottes und was durch seine Kraft besteht, erkennen könne, nicht aber Gott sr 1 bst, diu Quelle‘ aller Kraft und aller Güte. Es ist die von Ihn Gebirol L II, 14, 26־ vorgetragene neuplatonisclie!.ehre von der Unbegrcillichkeit Gottes und von den intelligibleu Substanzen als dem höchsten Ziele alles menschlichen Denkens. i) Die dunkle Lehre vom göttlichen Willen bei Ihn Gebirol (vgl. oben) ist vielleicht in der mir nicht vorstündlichen Stelle im frgm. Goniin. zu 1. Mos. 1, 1י cd. Friedl. S. 40, Z. 12 wieder zu erkennen, welch(‘ lautet: כ' העת תנועת גלגל היאואם אין גלגל אין עת ואם בן אין לחקור לכזה גברא היום קריב מהמשת אלפים שנד. ולא טרם זה המספר בי אין י,טרם“ קודם שיברא העילם בחפץ ולא יהיה החפץ ק דמון והוא מקרה איננו נשוא בעצם .ledenfalls hat die Stelle zu בקש קהלת למצוא דברי חפץ Köln 12, 10, wo es heisst היא החכמה העליונה, ער שמצא . והעגין כיה חפץ יש* בזה שנביא בך ולמה בל mit der Ihn Gebirol'schen Lehre vom göttl. Willen nichts zu schuften, wie Sen. Sachs התחיה I. S. 8 und Munk, Melanges, S. 206, A. f> irrthümlieh angenommen haben, da הפין hier offenbar ״Zweck“ oder ״Absicht*‘ bed(‘11tet und die Bede ist von teleologischer Forschung. Auch in der allegorischen Deutung des Paradieses im gängln Comm. zu 1, .Mose 3, 24 ist in den Worten בי מאור השבל יצא החפץ nivht mit Sen. Sachs der göttl Wille unter הפין zu verstehen, sondern חפץ heisst hier die mit willkürlicher Bewegnng ausgestatten* animalische Seele oder die Lebenskraft, das Aftektvermögen der menschlichen Seele (s. weiter unten). k) Gemeinsam sind Ihn Gebirol und Abr. IE der Glaube an Astrologie, da IE zu Dan. 11, 30 eine astrolog. Bestimmung der Messiaszeit aus der Conjimction des Jupiter und Saturn mittheilt. Vgl. ob. unter Ibn Gebirol. 14 Auch die Neigung zu allegorischer Auslegung theiit IE mit Ibn Gebirol, wie er selbst im frgm. Comm. zu 1. Mose 3, 21, S. 40 cd, hYiedlünder, hervorhobt. Vgl. auch die allegorische Deutung zu Jakobs Traum von Ibn Gebirol im Comm. zu 1. Mose 28, 12. Ibn Esra selbst deutet die Leiter symbolisch m) Als Mathematiker von Fach schloss sieh mit selbständiger Weiterfülirung Abraham Ibn Esra der Zahlen- Symbolik der Neupyfchagoreer mit lebhaftem Eifer an, wie ja schon Philo und das Jezirahbuch und Ibn Gebirol dieselbe