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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 37

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Jüdische Alterthümer in Speier
Date
1896-10-01
Page
Seite 37 (sequence 13)
Language
German
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Jüdische Alterthümer ia äpeier. 37 Huotzmanu diese unsere Urkunde ihnen zu bewilligen und zu geben befohlen . . . 1 * 3). Der hier zuerst genannte Juda b. Kalonymos ist uns als Mainzer Auswanderer aus dem Synagogen-Berichte bekannt. Er war Vorsteher des Lehrhauses in Altspeier, daher erscheint er hier als erster unter den Männern, welche der Deputation Vorständen. Auch Moses b. Jekutiel, den wir als Vorsteher der Gemeinde aus dein III. Berichte über den ersten Kreuzzug keimen, und der Pai'tan David b.־ Meschullam, der wahrscheinlich Vorbeter war, waren, wie die Gemeinde selbst, Mainzer Auswanderer־). Die Repräsentanten der Speierer Gemeinde vor Kaiser Heinrich sind auch in der jüdischen Litteraturgeschichte bekan nt. Jehuda b. Kalonymos wird schon von Kalonymos dem Alten als Autorität angeführt י(מ und war somit dessen älterer Zeitgenosse oder Lehrer. Auch Moses b. Jekutiel wird als Autorität citirt4). Von David b. Meschullam besitzen wir eine Selicha, welche die Schrecken des Jahres 109G schildert5). Mit den drei Erwähnten übersiedelten 1084 noch andere Mainzer Gelehrte nach Speier. Auch während des ersten 1) Omnibus episcopis, abbatibus . . . notum sit, qualiter (juidaai Judei: Judas Iilius Calonymi, David iilius Massulam, Moyses iilius Guthiel cum sodalibus suis vencrunt in presenoiam nostram Spire et rogaverunt, quo[d] cum infantibus eorum . . . sub tuicionem nostram reciperemus et teneremus . . . Propterea j>er interventurn ac peticionem Huozmanni Spirensis episcopi, haue nostram auctoritatem eis concodi et dari iussimus . , . (Kilgard N. 12, Aronius N. 170). Auch von einer anderen Seite bestätigt sich, dass die drei in Rede stehenden Männer Mainzer waren, Bereits Geiger, Wiener und Breslau bemerkten auf Grund ihrer Namen, welche in der Familie der Kaionymideii häufig wioderkehren, dass Juda, David und Moses Nachkommen des Kalonymos aus Lucca waren. (Aronius ibid.) Nun wissen wir, dass die Kalonymiden sich in Mainz niederliessen und dort lebten, s. weiter. 3) Pardes, N 108. Harkavy (23 ,8 ,חדשים נם ישרם) entging dies, und er confundirte unseren Jehuda mit Jehuda, dem Sohne des Kalonymos des Alten. Harkavy hätte auch aus anderen Umständen ersehen können, dass zwischen den gleichnamigen wenigstens ein halbes Jahrhundert liegt. Ueber den späteren Jehuda b. Kalonymos 8. meine Arbeit überdas Lexikon יחוכד הגאים ואמוראים, S. 10. Vielleicht ist der ältere Jehuda Vater des Dichters Kalonymos b. Jehuda, der das schöne Klagelied מי יתן ראשי מים auf die Leiden des ersten Kreuzzuges gedichtet hat. 4) Pardes, N 155 (dasselbe Kokeach, N 311, Schibbole ha-Leket, ed. Bnber, N 268 und Piske Recanati, N 189), vgl. Gr Sarua I, N 378 und Meir Rothenburg Resp., ed. Prag, N 501. 'b) Zunz, Litg. S, 254. Vielleicht ist David ein Sohn des im Sy nagogen-Berichte erwähnten Meschullam.

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