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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 30

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Jüdische Alterthümer in Speier
Date
1896-10-01
Page
Seite 30 (sequence 6)
Language
German
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30 Jüdische Alterthümer in Speier. später, nachdem man diese Benennung auf die Meischergasse übertragen hatte, nannte man die Pfatiengasse ,,alte Judengasseki t). Alle diese Strassen liegen in der Nähe der Synagoge links von der Maximiliangasse, welche sich vom Dome zum Alt-Pörtel hinzieht. Bei dieser Sachlage kann es keinem Zweifel unterliegen, dass unter Rüdigers clivus der Sitz der Juden in Altspeier, und unter dessen vallis ihr Sitz in der Stadt zu verstehen ist-j. Der Sy nago ge »-Bericht. Wichtig für die Anfänge der jüdischen Gemeinde in Speier ist ferner ein hebräischer Bericht über die Erbauung einer Synagoge in Speier (besser Altspeier), weicher sich in God. 2S des Jews College in London am Schlüsse dos Berichtes des Salomon b. Simon über den ersten Lvreuzzug erhalten hat, und uns in dem Werke ,.Hebräische Berichte über die Judenverfolgungen‘1 S. 31 vurliegt. Der Bericht ist gleichsam ein Seitenstück zu der Urkünde Küdiger's. indem er diese erklärt und ergänzt. Da er von den Herausgebern und dem Ueuersetzer völlig verkannt wurde, gebe ich hier den'hebräischen Text wieder, und vor-' sehe ihn mit einer möglichst treuen Uobersetzung. Die Eintheilung des Berichtes in drei Absätze und die Interpundion rühren von mir her. .1 בדא־נו־ת באנו תקוע אוהלינו ובל יסיע (יסע .1) "סודותיו לנצח אל שפיירא הזאת«■:). וה היה על דבר הדליקה איבר נפלה במדינת מעננצא עיר שפיירא (שבתנו.1)0 עיר מולדתנו מקוש אבותינו, קהילה הקדומה המהוללה ומשובהה מבל קהילות מלכות, ונשרפה בל שכונת היהודים והרחוב שלהו, והיינו בפחד גדול מן העירונים. ובאותו שעה ג) Zeuss, 8. 8. -) Geissei (Der Kaiserdom zu Speyer I, 53) giebt Hasenpfuhl und Lauergasse als die Sitze der Juden an, und in der Voraussetzung, die Juden hätten nur in Altspeier wohnen dürfen, meint er, dass die zwei Strassen in älterer Zeit zu Altspeier gerechnet worden wären. Zeuss (S. 2$) widerspricht ihm im letzteren Punkte mit Becht, aber auch er irrt, wenn er glaubt, dass in der inneren Stadt Juden sich erst ״in der Folge linden‘‘ (S. 8.) Aus dem Plane der Stadt vom Jahre 1630 (im Museum vaterländischer Alterthümer) ist ersichtlich, dass die Lauergasse einst mit einer Mauer umgeben war, auch haben sich von dieser Feste erhalten. Diese darf man nicht als die Mauer betrachten, mit welcher Rüdiger die Judensitze umgeben hatte, denn es hat sich auch nicht die geringste Spur davon erhalten, dass Juden im nördlichen Theile der Stadt, wo die Lauergasse liegt, gewohnt hätten. 3) Daraus ist ersichtlich, ־ dass der Belicht in Speier geschrieben wurde. 4) Ich emendire dem Inhalte gemäss. Baer übersetzt עיד שפיירא: ,,der schönen Stadt“.

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