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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 27

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Jüdische Alterthümer in Speier
Date
1896-10-01
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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Jüdische Alterthümcr in Speier. 27 beschloss, Juden in die Stadt aufzunehmen. Die Urkunde, welche der Bischof den ein wandernden Juden am Kd. Soptember 1084 ausstellte, lautet im Eingänge: Im Namen der heiligen Dreieinigkeit. Ich Rüdiger, auch Hutzmann genannt, Bischof zu Speier, als ich das Speiersehe Dorf zur Stadt machte, meinte ich das Ansehen unseres Ortes zu vortausend־ fachen, wenn ich auch Juden aufnähme. Die Aufgenommenen nlacirte ich ausserhalb der Gemeinschaft und des Wohnsitzes der übrigen Bürger, und damit sie nicht durch den liebermutli des Pöbels leicht belästigt würden, umgab ich jene Stätte mit einer Mauer. Den Platz aber zu ihrer Wohnung, welchen ich rechtmässig erworben habe — denn ich erhielt zuerst den liügel theils durch Geld, theiis durch Tausch, dann das Thal durch Erbschaft — jenen Platz, sage ich, habe ich ihnen unter der Bedingung übergeben, dass sie jährlich I-D/2 Pfund Speier'seher Münze zum gemeinsamen Verbrauche der x. ' iider entrichten sollen. Auch habe ich ihnen die Freiheit gegeben, innerhalb des Umkreises ihres Wohnsitzes und ausserhalb desselben bis zu dem Schiffshafeii und im Schilfshafen selbst Gold und Silber zu wechseln und Alles, was ihnen gefällt, zu kaufen und zu verkaufen, und erthcilto ihnen diese Erlaubniss auch für die ganze Stadt. Auch habe ich ihnen von dem Besitze der Kirche einen Begrähnissplatz mit erblichem Rechte zugetheilt 1). Vaterlandes iing Bischof Billiger an, die Stadt Speyr zu erweitern und zu bauen, ulf die Ort, wie sie noch ist, nernlich begrilf er und fasste ein mit einer Ringmauer, Thürmen und drüben das Dorf Speyer allernächst vor dem Thor der Stadt gegen Worms zu gelegen (bei Zeuss, Die freie Reichsstadt Speier vor ihrer Zerstörung, S. '28.) J) ln nomine sancte et individue trinitatis. Ego Eüdegerus qui et Hutzmannus cognomine, Nemetensis qualiscumque episcopus, cum ex Spirensi villa urbera facerem, putavi milies ainpliiicare honorem loci nostri, 8i et dudeos colligerem. Collectos igitur locavi extra coninunionem et habitacionem ceterorum civium, et ne a pecoris (Kernling: peiorR) turbe insolencia facile turbarentur, muro eos cireumdedi. Locum vero habitacionis eorum, quem iu^te aquisieram — primo n&mque clivum partim pec.unia partim connmtacione, vallem autem dono coheredum accepi — locum inquam illum tradidi eis ea condicione, 111 annuatim persolvaut tros libras et dimidiam Spirensis moneto ad communem usum fratrum. Attribui eis eciam intra ambitum habitacionis sue et e regione extra usque ad nuv&lem portum et in ipso navali portu liberum potestatem comutandi aurum et argentum, emendi vero et vendendi oninia (0טן placuerint. Rändern quoque licenciam tradidi eis per totam civitatem. Dedi insuper eis de predio ecclesie locum aepulture sub horeditaria condicione (Hilgard, Urkunden zur Geschichte der Stadt Speyer No. 11, Aronius, Regesten No. 168),

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