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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 21

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Aus den talmudischen Randnoten des Herrn Rabbinatspräses S. L. Brill in Budapest
Date
1896-10-01
Page
Seite 21 (sequence 6)
Language
German
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Blau, talmudiöehe lUndnoten. 21 glossirt: הדל מדבריך, woiaus hervorgeht, dass er in dieser "Verbindung כלך aus כלה abgeleitet hat, was seino Richtigkeit haben mag. Lippmann Heller, Tossafoth dom Tob Sabbath IR 5 unter כחס על הנד, giebt eine andere Etymologie, die aber keine Beachtung verdient. אלמלא und אלמלי. Tossafoth Megilla 21a s. v. אלמלא .stellt die Regel auf, das Wort habe mit א am Ende negative und mit י am Ende positive Bedeutung. Demnach bedeutet אלמלא ,,wenn nicht gewesen wäre'* und אלמלי ,,wenn gewesen wäre4‘. Gegen diese Unterscheidung spricht Beraehoth da: אלמלא נתנה רעוות לעין "לראות אי; כל בדיה יכולה לעמוד מפני המזיקין• Vielleicht hatten jedoch die Tossafoth das Wort nicht mit א vor sich-1). Wir kehren nun zu Beraehoth zurück. 4a: למד לשונך לומר איני יודע שמא תתבדה ותאחז. Diese schone Lebensregel, welche auch Dorech Erez surta c. III verkommt, bezieht sich bloss auf weltliche Dinge, wo man behutsam sein muss, wie Moses, der den Egyptern nur sagte ,,gegen Mitternacht44 (כחצות), obgleich er ganz genau den Zeitpunkt kannte, in der Lehre gilt eine andere Regel, da muss der Kenner, wenn an ihn eine Frage gerichtet wird, ohne Widerstreben mit Präcision a 11tWorten, wio in Tossafoth Kidduschin 50 a אל תגמגם auseinandergesetzt wird. 5a: א״׳ל דכי יוחנן הא אפילו תינוקות שיל בית רכן יודעין אותו• Diese häutige, dem זיל קרי כי רב gieichwerthige Wendung gebraucht Jochanan mit Vorliebe. .Eine ähnliche Redeweise findot sich Sanhodrin 42a: האי גשי ריק נמי מכרכי. Kinder und Frauen standen in der Regel auf derselben Stufe des religiösen Wissens und im Grossen und Ganzen auch der religiösen Pflichten. 5b: Die helle Hautfarbe galt bei den dunkelfarbigen Orientalen für die höchste Stufe der Schönheit, wie aus zahlreichen Stellen der Tradition hervorgeht. Zur Charakteristik der Schönheit R. »Johannes kann also der Talmud nichts Bezeichnenderes Vorbringen, als גלייה לדרעיה ונפל נהורא הדיה דהוה הא בגני; Aähnliches erzählt der Talmud Kethuboth 65 a von der Wittwe Abaji’s: איגלי דרעא ונפל נהורא בבי דיגא; auch von Abigaii Megiiia 14 b: שגלתה שוקה והלך דוד לאודה ג׳ פרסאות. Die Tossafoth deuten also an der letzgenannten Stelle mit U11recht das Wort לאורה auf die Leidenschaft David’s, wenn auch das Kethuboth 65 a erzählte Ereigniss für diese Auffassung als Grundlage dienen könnte. 1) Vgl. überdiese Partikeln Revue d. E. J. IV, 268; IX, 292; XI, 157.

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