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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 12

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-10-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 Das apokryphiscke Esrabucli. mit Adam am erklärt die Völkertabelle der Genesis und geht sofort zu fabelhaften Sagen der ältesten römischen Geschichte über, die sich an gleiche Nachrichten über Babylon anknüpfen. Mit Babels Fall wird die eigentliche jüdische Geschichte eröffnet; es folgen hierauf die Erzählungen von Daniel, Serubabel, dem Tempelbaii, einige Nachrichten von Cyrus und Eambyses, an welche sich die Geschichte von Esther anschliesst. Mit einem schnellen Sprung kommt der Autor von Darius bei Alexander an, beschreibt dessen Verhültniss zu den Juden, seine Thaten und seine Züge ausführlich, sehr kurz aber die seiner Nachfolger, in Sonderheit auf Kom Kiicksicht nehmend, und fährt alsdann wieder mit der jüdischen Geschichte fort, so dass der Angriff des Heliodor auf den Tempel, die Ueber- Setzung der Siebzig, die makkabäischen Begebenheiten, die Ereignisse der Ilerodäer und der letzte Krieg bis zur Zer- Störung des Tempels vorgetragen und nur dreimal mit kurzen Nachrichten aus der römischen Geschichte unterbrochen werden. Dass weder Josephus, noch überhaupt ein vorhadrianischer Schriftsteller spricht, ist längst anerkannt; . . . cs kann nicht vor der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts verfasst worden sein . . . sein Vaterland ist Italien“ (Zunz a. a. U.). In neuester Zeit hat K. Trieber1) diesem ganz eigenartigen "Werke seine Aufmerksamkeit zugewendet und mit besonderem Nachdrucke darauf hingewiesen, dass . Urtheile über Josippon, die auf einer anderen, als der ersten Ausgabe dieses Buches beruhen, immer zweifelhalt sind, da schon die Constantinopeler aus dem Jahre 1510 grosse, den Eorseher irreführende Zu- Sätze aufweist. Er hat aber auch überzeugend dargethan, dass auch die erste Ausgabe nicht das ursprüngliche Werk darstellen könne, sondern gleichfalls Interpolationen enthalte, welche die Handschrift der arabischen Uebersetzung nicht kennt, so den Alexanderroman und andere. Von grosser Wichtigkeit für ein richtiges Urthcil über Josippon ist nach Trieber die Thatsache, dass jene Stellen des Buches, an denen der Verfasser einzelne Theile seines "Werkes mit Nummern und sich selbst als Josippos b. Gorion anführt, insgesammt in der ersten Ausgabe fehlen. Den eigentlichen Inhalt der Arbeit Trieber’s bildet aber der Nachweis dessen, dass die auf den Alexanderroman folgende, das 14. und 15. Capitel l) Zur Kritik des Goxionides, Nachrichten der k. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, philologisch-historische Klasse 1895, Seite 381—409.

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