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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 11

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-10-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Das apokryphische Ksralnu־h. 11 kam, und auf welche Weise vv zu seiner 110)1011 Stellung untor Darius gelangte. von dor (>, und 10, 1 erzählen. Anderers»kits tritt in Esra 1,11 und sonst Sonibabel am Hofe dos Cyrus und in HL Esra 4—f> auoli au dem dos Darius auf; wie verhalten sieh diese beiden jüdischen Käthe am Hofe der genannten Könige zu einander, und wie erhielt Serubabol seine Würde, da aus der Schilderung in III. Lsra Iwrvorziigehen scheint, dass Daniel nicht־ mehr am Hof(‘ ist? Diese Klagen mussten zum Theile innerhalb des Huches Daniel, hauptsächlich aber am Endo desselben beantwortet worden, um di(‘ Lücke zwischen diesem Huche und dem die unmittel־ bar auf Daniel folgenden Vorgänge schildernden Esra auszu־ füllen. Dass dieses in Wirklichkeit geschehen .ist, davon zeugt die Erzählung von dein Kagonwettstroite, in welcher uns der noch junge Serubabel vorgeführt und der erste Keweis seiner Weisheit und die Veranlassung zu seiner Erhebung zum Vorwandten des Königs und Führer seines Volkes geschildert wird. Und dass auch die oben als vorhanden erwiesene JA*־ gänzung zur Geschichte der Tempelgefässe geliefert wurde, haben wir bereits in den wenigen Andeutungen, die uns das iII. Esrabuch erhalten hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit erkannt. Soll aber dies(‘ Yormuthting über das Vorhandensein dieser Ergänzungsberichto und deren Entstehung testen Hoden gewinnen, so müssen auch andere Thoilc, die sieh zur Schliessung־ der Lücken als nothwendig ergaben, die jedoch weder unter den apokryphisrhon noch unter anderen verwandten Litteratur־ erzeugnissen sieh finden, als in alter Zeit vorhanden erwiesen .werden. In der Tiiat bietet uns ein für diese Zwecke noeh wenig beachtetes, geschweige denn verwerihotos Huch die ganz»‘ Erzählung zusammenhängend dar, die auf alle oben ge״ stellten Fragen über das Schicksal der Tempelgefässe von Helsazar bis Cyrus, über das Verhältuiss Daniels zu Darius und zu Serubabol und über Alles, was wir in den Apokryphen vermissen, Antwort ertheilt, und auch das Wenige, das diese uns in der Erzählung vom ragenwottstreito erhalten haben, verarbeitet. Ich meine das hebräische Werk Josippon oder Joseph ben Gorion, das auf seinen Inhalt und seine Entstehmigszoit von Zunz (Gottesdienstliche Vorträge, .Seite 1T>4 ff.) eingehend geprüft wurde, aber hinsichtlich seiner Zusammen- Setzung und seiner Quellon nur wenig Heachtung gefunden hat. Schon der mannigfaltige Inhalt zieht die Aufmerksamkeit auf sich: ״Gleich den Büchern der Chronik fängt das Buch

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