Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1896)
- Article
- Das apokryphische Esrabuch
- Date
- 1896-10-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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10 Das apokryphische Esrabueh. Geschidito. dio uni so mehr entsprach. als sio auch dom Vorlasser von Daniel G als Grundlage dionte. lliornach ist Cyrus ’Vasall dos lunnys Darius, handelt in dessen Aufträge, und als er gelobt־, die Tompelgofässo naeli Jerusalem zu senden, bedarf es noch des'Willens und der Zustimmung seines Herrn, das Gelübde zu erfüllen. Doeli sind hiermit noch nieht alle Schwierigkeiten beseitigt: in Daniel G, o wird nämlich erzählt, dass am Hofe des Königs Darius, des Moders, Daniel die höchste Würde bekleidete, ohne dass auch nur angedeutet wäre, wie er, der verhör am Hofe Belsazars wirkte, zu Darius Knaben und d״s Wortschätze* ]inzweifelhaft erscheint, dass dio Vorfasser der apokryphischen Schriften Juditli, III. Esra, der Zusätze zu Daniel und Esther sieh mit persischer Geschieht© befassten, bedarf dieses einer eingehenden Untersuchung, die im Kähmen dieses Aufsatzes nicht statthaft ist. Es genüge der Hinweis darauf, dass das Verhältnis*, welches im III. Ksraburhe zwischen Darius and Cyrus vorausgesetzt wird, in virlen Einzelheit•׳!! an die Darstellung Xcnophons in Cvropaed. VII. 5, 15 ff. erinnert, der auf den letzten babylonischen König einen Fürsten M«־diens, Cyaxares f<tlg1׳n lässt, in dessen Aufträge Cyrus Baby- Ion erobert. Jener, der nach Daniel ö, 1 bei seinem Kegierungsantritte schon Jahre zählt, ist hei Xeuephon der Oheim des Cyrus und übergiebt■ diesem, in Ermangelung miinnlicher I.eiheserbeti, mit seiner Tochter das modische Koieh (Cyropaed. VIII, 5, 1Ü, vgl. Hitzig zu Daniel, ■Seite 7ö und Duncker, Geschieht•» IV, *25(1 —27d über das Verwandt״ schnftsverhältniss und Geizer, Julius Africanus Seite 102 und 21().). Enter allen Darstellungen, welche dio alten Quellen darboten, scheint den jüdischen Bearbeitern der Geschichte in sagenhafter Weise der Doman Xenoplmns am besten entsprachen zu haben, und wir linden in der Tliat sowohl im Huch•' Daniel, als auch in dem an dieses sieh anlehnenden III. Esia Vieles, was nur Xenophon erwähnt. Dabei ist es für uns selbstredend glei*־hgiliig. d» die Darstellung der Ereignisse der geschichtlichen Wahrheit entspricht oder erdichtet ist: uns genügt die Thatsaelie, dass der Verfasser Daniels den medisehen König Darius als Herrscher von Babyloni• n vor Cyrus und neben ihm nennt und, da die Erzählung vom ,PagenWettstreite an das Buch Daniel sich anlehnt, das III. Esrabueh dieselbe Darstellung fortführt. Zu beachten ist noch in diesen! Zusammenhang©, was Ihn Esra. in seinem Gommentar zu Daniel 0, 1 bemerkt: ובכפרי מלבי פדב בי דרידש דד, הזר,* היד, דד תן כיחש ושניהב תי^בי בביי^ בי בידש דייה י־^ייב דיה די—ייייי ד.**-* מי־1- *«■«יי• -•-»י הניח חתנו טל מלכדת בשירים כי כדרש המליבי רדנה בלבד אהד מלבר טל כן בנפיל ״ .בשדים על■• ישראל מבבל עש זרדבכל באשד ציה בידשln den Büchern der Könige Persiens wird erzählt, dass dieser Darius, der alte, der Schwiegervater des Cyrus war, und dass beide Babylon eroberten, denn Cyrus war König von Bersiea und dieser Darius König von Medien, und Cyrus liess seinem Schwiegervater die Herrschaft über dio Chaldäer, als man ihn seihst zum König machte. Sio regierten demnach gleichzeitig, deshalb zogen nach dem Sturze der Chaldäer die Israeliten unter Serubabei aus Babylonien, wie Cvm9 es anorduete.“ Welche Quellen Ihn Esra unter den Büchern der Könige von Persien meint, ist nicht angegeben, doch werden wir eine ähnliche Darstellung bald kennen lernen.