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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 38

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Teschen
Date
1895-10-01
Page
Seite 38 (sequence 2)
Language
German
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38 Zur Geschichte des jüdischen ]Friedhofs in Teschen. Daraus wollen die Historiker Bier mann, Slama und Peter, deren Namen in Oesterreich und darüber hinaus einen sehr guten Klang haben, scliliessen, dass es in Teschen um die Mitte des 14. Jahrhunderts einen für die ganze Umgegend bestimmten jüdischen Friedhof gegeben habe. Zwischen diesen drei Grabsteinen und den im Alter zunächst folgenden ist eine Lücke von fast 300 Jahren. Bi ermann möchte darum annehmen, dass die drei Steine von einem anderen Lande liierher überführt und neu aufgerichtet worden seien. Allein abgesehen davon, dass diese Hypothese mit den jüdischen Observanzen so gut wie unvereinbar ist, setzt sich der verdiente Forscher mit seiner eignen Aufstellung in Widerspruch. Denn wenn die drei Steine aus einem anderen Lande hierher gebracht worden sind, so fehlt eben für die Annahme, dass Teschen um diese Zeit einen eigenen Friedhof gehabt hätte, jedwede Grundlage, Peter neigt um diesem Dilemma zu entgehen, der Meinung zu, dass hier in der Mitte des 14. Jahrhunderts einige Familien angesiedelt gewesen seien. Yon dieser An- Siedlung, die nach kurzer Zeit wieder eingegangen sei, rührten die drei alten Steine her, und diese seien um die Mitte des 17. Jabrhundeits von der reubegründeteii Tescliener Gemeinde in Stand gesetzt worden. Peter selbst bekennt dabei, dass er nur in Ermangelung einer besseren sich für diese Ansicht entschieden habe, für die er übrigens keinerlei Beweise erbringen könne. Slama geht der Frage gänzlich aus dem Wege. Wir haben nun, um der Sache auf den Grund zu kommen, eine stattliche Zahl der Grabsteine auf dem isr. Friedhofe in Teschen untersucht und gefunden, dass ausser den bereits erwähnten Grabsteinen noch drei aus dieser Zeit herrühren müssten. Die lesbaren Reste ihrer Inschriften lauten: כ״ח תשרי שנת ל!כ״ג (1362) .1 איש ישר וכשר ה' אחיעזד בן כה׳ "הודה ליב סג״ל ז״ל ר ניסן שנת קכ״ה (1365) .11 . .. פרענקל_... כ״ה אדר שנת קכ״ה (1365) .111 איש הנררא מיכאל Wir haben es demnach, nicht mit drei, sondern mit sechs Grabsteinen zu thun, die dieselben auffälligen ׳Jahrosangabcii aufweisen. Allein die sehr einfache Lösung des Räthsels giebt unseres Erachtens das wagercchte Strich lei 11 resp. der Punkt, über dem Tl des Wortes שנת der sich auf allen sechs Grabsteinen wieder findet. Der Steinmetz, der mit dem Raume nicht aus-

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