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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-10-01
Page
Seite 31 (sequence 18)
Language
German
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Jehucla Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. 31 sprechen 1 *). Die Symbolisirnng des Pathachstriches hat Ab ulwalid nicht. Wenn diese durch Hadassi thatsächlich Ibn Esra entlehnt wurde, so müsste man annehmen, dass ihm im Jahre 1148 in Konstantinopel bereits das drei Jahre vorher in Mantua verfasste Buch Zachöth zugänglich war. Dass er die um 1140 verfasste erste Grammatik Ibn Esra’s, das Mosnajim, thatsächlich benützt hat, ist schon aus dem Bisherigen deutlich geworden, wird aber im nächsten Abschnitte noch in deutlicheres Licht gebracht werden. Den kurzen Absatz, welchen Hadassi dem Schewa widmet, hat er ebenfalls Ibn Esra’s Mösnajim entnommen*), mit dem er daher die Termini שוא נע und שוא נח gemeinsam hat3). Sowie in der Zählung der Yocale, so ist Hadassi, oder sein bezüglicher Gewährsmann auch in der Eintheilung der Consonanten originell. Auf die Frage: An wievielen Orten werden diese — 22 — Buchstaben ausgesprochen? giebt sein grammatischer Katechismus die Antwort: An sieben Orten. Und dann zählt er sieben Classen der Buchstaben auf: 1. אה, aus der Brust ausgesprochen; 2. חע aus der Kehle; 3. גבק, aus dem Gaumen; 4. דטלנת, mit den Zähnen hervorgepresst; 5. זסשרץ, Zischlaute; 6. בטף, Lippenlaufe; 7. לוי Nasenlaute4). Yon der Classifiation des Buches Jezira, 1) S. Abraham Ibn Esra als Grammatiker, S. 62 und 192. 2) N. 163, B. ג, vgl. Mösnajim 2b (198a). Die Schlussregel lautet bei Hadassi: וזה כללי העזוא לא יהיה לבדו אלא אם יהיה מלך אחריו יהיה הוא שוא נע ואם המלך לפניו יהיה נח• Dem entspricht bei ibn Esra: ווה הכלל השוא לא יקרא לבדו ואם היה נקרא ומלך אחריו יהיה נע ואם המלך לפניו יהיה נח, 3) Im Taame ha-Mikra (11a) heissen die beiden Arten des Schewa: שוכן ומניע (was im arab. Original lautete: מאכן ומחרך. Auch bei Hadassi findet sich שוא שוכן (N. 165, B. ט; N. 164, B. י) und für das S. mobile: שוא הולך (N. 165, B. ט). Ibn Esra scheint der Erste zu sein, der die nachher allgemein üblichen Termini ש׳ נח und ש׳ נע geprägt hat (Joseph Eime hi, ׳ זכרוןD, p. 18, construirt weiblich: ש, נחה und שי נעה), lieber den Ursprung des Ausdrucks שוא und die Schreibung s. meine Bemerkung in ZDMG XLIX. Die These von C. Levin (On the Etymology of the Term Seva, American Journal of Pbilology XVI, 1), wonach שבא ursprünglich sei und arab.מכון wäre, beruht auf unrichtigen Voraussetzungen. 4) N. 164, B. n: שי על כמה מהומות יוצאים האותיות האלה . ת׳ בד מכןומוח ואלו הן הזיות גרוניות חביות פתויות שריקיות שפתיות אפיות. Bann folgt die Specificirung der sieben Classen. Der Name der vierten Classe (die Ed. hat in der Aufzählung: שפתותיות) stammt vielleicht von פתת, zerbröckeln; den der letzten Classe von אף, Nase abzuleiten, bietet keine Schwierigkeit; doch ist es nicht verständlich, warum ו und י, und zwar, wie Hadassi hinzusetzt: שבהוא והיא, Nasenlaute sein sollen. Vielleicht ist אפיות aus ״ אפעNichts“ zu erklären: ו und י sind die schwächsten, oft in Nichts sich auflösenden Consonanten.

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