Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1895)
- Article
- Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
- Date
- 1895-10-01
- Page
- Seite 32 (sequence 19)
- Language
- German
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32 Aus dem Diwan des Abu Harun Moses Ibn Esra. welches die Grammatiker übernommen haben 1), unterscheidet sich die bei Hadassi dadurch, dass die Kehllaute in zwei Gruppen zerlegt sind2) und aus den Gaumen־' und Lippenlauten je einer genommen wird, um eine besondere Klasse zu bilden: 1 und י. (Fortsetzung folgt.) 1) S. ZDMGr XLIX. 2) Ebenso scheidet Abulwalid (Luma 27, Eikma 6) die Grutturalien in drei Klassen: 1. א (Hamza); 2. חע •3;ד. Aus dem Diwan des Abu Harun Moses Ibn Esra, Von. Dr. H. Brody. Von den dichterischen Erzeugnissen Moses Ibn Esra?s ist bisher verhältnissmässig nur sehr wenig bekannt geworden. Wenn man von religiösen Poesien ab sieht, so sind als all ge־־ mein zugänglich nur diejenigen Dichtungen anzusehen, die Dnkes in seinem Buche ,,Moses ibn Esra aus Granada“ (Altona 1839, 8) mittheilt. Einzelne Gedichte, die seitdem hie und da in Zeitschriften und Litteraturblättern erschienen, kann man nicht in Betracht ziehen, weil sie in der Regel sehr schwer erreichbar sind. Dazu kommt, dass nicht einmal der Specialforscher überall genau wissen kann, was veröffentlicht ist, und was nicht. Denn noch immer harrt der von S. D. Luzzatto der Vergessenheit entrissene Diwan selber des Erlösers, welcher ihn aas der dunkeln Kammer der Bodleiana, die ihn gegenwärtig beherbergt, an’s Tageslicht führen soll. Nichts weiter als ein blosses Verzeichniss der in der unvergleichlichen Sammlung enthaltenen Stücke ist bisher von Neubauer mitgetheilt worden. An die endliche Erfüllung der Ehrenpflicht, uns den ganzen Diwan zu schenken, die gelehrten Zeitgenossen zu mahnen, ist der Zweck der nachfolgenden Veröffentlichung. Yielleicht gelingt es durch die Herausgabe einiger Perlen aus dem in Oxford verwahrten Kleinod die Aufmerksamkeit von Neuem auf Mose Ibn Esra zu lenken und die Veröffentlichung des ganzen Diwans anzuregen. Leicht wird die Aufgabe nicht sein, da die Oxforder Handschrift an vielen Stellen zahlreiche Corruptelen aufweist. Um so grösser aber wird das Verdienst des Pachmannes sein, der sich an das Unternehmen heranwagt und es nach besten Kräften in einer des grossen Dichters würdigen Weise zu lösen versucht.