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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 27

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-10-01
Page
Seite 27 (sequence 14)
Language
German
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Jeliuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. 27 und das können nur die Buchstaben sein. — Das wird noch des Weitern ausgeführt, um endlich beim Begriffe des Wortes anzulangen. Die Definition knüpft an die beiden hebräischen Termini für Wort an, תיבה und 1 מלה). Den Namen תיבה erklärt Hadassi so: Wie in einem ,,Kasten“, z. B. in der Arche Noahs, verschiedene einander unähnliche Dinge enthalten sind, so ist das Wort aus verschiedenen Buchstaben zusammengesetzt, damit es geeignet sei, den Gedanken des!Redenden dem Hörer mitzutheilen. Der Name .מלל hingegen kömmt daher, dass das Wort von den für die richtige Rede bestimmten Organen ausgesprochen (מלול) wird. Aus den weiteren Theilen der katechetisch eingerichteten Lautlehre Hadassi’s, sowie aus den vorhergehenden Absätzen über die Yocale seien hier nur die wichtigsten Einzelheiten hervorgehoben. Eine der merkwürdigsten Thesen Hadassi’s ist die Eünfzahl der Yocale. Wir wissen nicht, ob er hierin einen Y01 - ganger hat, doch ist das in Anbetracht der sonstigen Beschafienheit seines grammatischen Materials wahrscheinlich. Jedenfalls muss die Thaisache festgestellt werden, dass noch bevor Joseph Kimchi an die Stelle der ״sieben Könige“ der Massora seine fünf langen und ebensoviel kurze Yocale gesetzt hatte* 2), im Osten die Lehre von fünf Grundvocalen aufgekomnien war. Diese Lehre knüpft sich bei Hadassi an ein Mnemonikon, welches auch sonst für die hebräischen Yocale angewendet vorkömmt. Es ist das Wort נוטריקון, das in der Traditions- Literatur die Methode der etymologischen Zerlegung eines Wortes zum Behufe seiner Deutung bezeichnet, von den Grammatikern aber, wie es scheint, schon frühzeitig als Merkwort für die mit den einzelnen Buchstaben desselben verbunden gedachten Yocale benützt wurde. Wir finden dieses Merkwort, doch ohne genaue Bestimmung seines Sinnes, schon in dem Jehuda Ibn Balaam zugeschriebenen Werke über die Accente. In demselben beginnt ein kurzer Abschnitt über die Yocalzeichen und ihre Namen mit den Worten: המלכים ף הם ז׳ כעין נוטריקון והם א א א א א א א. Wenn das einen Sinn haben soll, muss man voraussetzen, dass die einzelnen Buchstaben des Merkwortes, ohne das natürlich auszuschliessende ] 0 S. meine Bemerkung in Z. d. D. M. G., XLIX, 7. 2) S. הפר זכרדן, S. 17. 3) S. טעמי המקרא (ed. Mercier 1565), 13 b. Ich benutze das mir freundlich zur Verfügung gestellte Exemplar S. J. Halberstam’s.

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