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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 26

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-10-01
Page
Seite 26 (sequence 13)
Language
German
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26 Jehuda Eadassi’s Hermeneutik und Grammatik. Hier ist Hadassi’s Katechismus bei den Lauten an gelangt, mit denen die Sprache beginnt. Er leitet diese von der Sprache selbst handelnde Abtheilung mit der Frage ein, ob es unter den Lauten redebegabter Wesen auch solche gebe, die an sich bedeutungslos sind. Die Antwort lautet: Ja, nämlich der einzelne Laut, der für sich allein keine Bedeutung hat (keinen Sinn ausdrückt)1). Die Frage: Erläutert mir das!2) führt nun zu eingehender Darlegung der Bedingungen, unter welchen sich die Laute der Sprache zu bedeutsamen Worten verbinden. Ein einziger Laut, z. B. einer der fünf Vocale, kann keinen Sinn ausdrücken. Wenn aber zwei oder drei Buchstaben, das sind die Zeichen der Schrift, mit einander sich verbinden, dann wird die einen Sinn ergehende Lautformation vollständig, und dann nennt man den Laut Rede3). Eine weitere Reihe von Fragen behandelt das Verhältniss zwischen Vocalen und Consonanten: E.: Ihr Denker4) sagt, dass die Buchstaben (Consonanten) nur mit den ״Königen“ (Vocalen) gelesen wTerden, belehret uns nun darüber, ob die Vocale der Consonanten oder die Consonanten der Vocale bedürfen? A.: Die Vocale bedürfen der Consonanten, um thatsächlich zu werden .... Denn die Vocale sind Laute, der Laut aber ist eine Accidenz, und zum Begriff der Accidenz gehört es, dass sie einer Substanz bedarf5); daher bedürfen die Laute eines Ortes (Substrates), an dem sie sich befinden, Werkes (Amänät, p. 7 f.) die menschliche Rede durch die Zwischenstufen hindurch aus dem allgemeinsten Begriffe des Lautes (Tones) sich diffe- ״ renziren lässt. G שאלה היש שם קול מן החלק הוד, שאינו מועיל . תשובה * . * הקול .האחדי . . . שאין עמו שני להיות בכין מועיל בארו את זה ף (W. באר אח זה ואת זה). Auch im Folgenden richtet sich die Frage manchesmal an Mehrere; es sind Schüler, die des Lehrers Fragen zu beantworten haben. 3) Buchst, h: . . . כיי אם יתחברו שתי אותיות או שלש אותיות שהם סמני המכתב או ימלא בכין הקול המועיל ואו יקרא הבור . ♦ . (W. דרות (סימני חירות 4) חכמי דדעת, s. oben s. 24, Anm. 1. חכמת הדעת bed. die Speculation, als ersten Kanon des Religionsgesetzes, bei Sahal b. Mazliach, citirt von Hadassi, N. 168 Ende. S. auch E. ha-Kofer, N. 47, חכמי :ז הדעת וחכמי חיוכים. 5) והקול חוא אפע ומנפש האפע לחיותו צריך אל דתחלד. Weiter oben (Buchst. ע) heisst es: Die geschaffenen Dinge zerfallen in Substanz und Accidenz (חחדש חוא מתחלק לשני חלקים נוף ואפע). Ebendaselbst: וחאפעים מתחלקים למינים רבים כמו הלבנות והשחרות. Der Ausdruck, eig. das Nichts, zeigt an, dass die Accidenz nicht für sich, sondern nur an einer Substanz vorhanden ist, er stammt aus Jes* 41, 24 (s. auch N. 102, מ)• Vgl. Schreiner, Der Kaläm in der jüd. Litteratur, S. 33, Anm. 5 und S. 37, Anm. 5 und 6.

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