Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-10-01
Page
Seite 25 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829684-2845156--26727-2845204
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik. 25 F.: Was ist die Definition des Starren? A.: Das Starre ist das Ding, in dem kein Lebensgeist ist. — F.: Welches sind die Arten des Starren? A.: Grundstoff und Pflanze1) — . . . F.: Wieso haben alle diese Dinge einen besonderen Laut? A.: Sowie jedes einzelne dieser Dinge Form und Gestalt und Kamen für sich hat, so hat auch jedes einen Laut (Ton) für sich . . . F.: Was ist die Wesenheit des Lautes der starren Dinge? A.: Die Laute der starren Dinge sind verschieden. So giebt es Laute des Zerbrechens, avie beim Zerbrechen von Thon״ gefässen und Glasgefässen und dergleichen; Laute des Zer- Schneidens von Pflanzen und Bäumen, Laute der Steine, des Goldes, Silbers, Kupfers, Eisens, Zinnes und dgl.; Laute des fliessenden Wassers, des Weines, Oeles, Honigs und sonstiger Flüssigkeiten; Laute des Windes, des Donners, des Erdbebens; Laut der Sphäre; der Laut der Flügel der Chajjöth lind der Ophannini (Ezechiel 1). — F.: Was ist die Definition des vom Lebewesen hervorgebrachten Lautes? A.: Es war schon Anfangs vorausgeschickt, dass damit die Sinneswahrnehmung der aus den dazu bestimmten Organen enge zusammen gepresst heraustretenden Luft gemeint ist. — E.: In wieviel Tlieile zerfällt der Ton der Lebewesen? A.: In zwei: nützlich und nutzlos (bedeutsam und bedeutungslos)2 3). •— F.: Was heisst das: nutzloser Laut? A.: So heisst ein Laut, der nicht den Willen seines Erzeugers kundgiebt, z. B. die verschiedenen Thierlaute9)- Keiner derselben offenbart den Willen dessen, der ihn hervorgebracht hat, obwohl jeder dieser Laute für sich bekannt ist und sie von den Hörern nicht mit einander verwechselt werden. — F.: Giebt es auch ausserdem nutzlose Laute? A,: Ja, und zwar die Laute redebegabter Lebewesen, die nicht so deutlich reden können, dass es nützte (einen Sinn hätte) . . . . F.: Zum Beispiel? A.: Das sinnlose Lallen der Kinder 4 * * *). הדברים . ש׳ מה ומד, . ת׳ נקפא וחי. Statt וחי hat die Ausgabe irrthümlich מי% wekdies Wort dann, nach Weglassung des -Wortes שאלה mit der folgenden Frage zu der sinnlosen Phrase: ומי ומה גבול ד,נקפא verbunden ist. Ü עקר ופרח. 2) מועיל ואינו מועיל. Das entspricht dem arabischen מפיר וגיר מפיר. Vgl. פאידה (Nutzen und Bedeutung), hehr. תועלת. S. Schreiner, Der Kalam 111 der jiid. Litteratur, S. 04, Anm. 6. 3) Die Thierlaute sind hier mit folgenden Beispielen speeificirt•: הצאן וגעיית השוד ומצהלות הסוסים ועריגת האיל ונעירת [W. והוא כמו [קול החמור ושאגת הכפירים ונביחת הכלבים וצפצוף העופות. L Mit diesem ganzen Stücke vergleiche man die ähnliche Art wie Saa-dja in der Einleitung seines religionsphilosophischen Haupt-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.