Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1895)
- Article
- Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
- Date
- 1895-10-01
- Page
- Seite 19 (sequence 6)
- Language
- German
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Jehuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. 19 Zusammenstellung der letzteren wäre natürlich, hier nicht an ihrem Platze. Nur einige Bemerkungen über strittige Einzelbeiten der Baraitha von den Zweiunddreissig Regeln mögen hier im Anschlüsse an den Text Hadassi’s gestattet sein Zunächst was die Zahl und die Zählung der Regeln betrifft. Statt der Zahl 32 haben die beiden siidarabischen Mi drasch werke: 33. Hadassi hat 32, und an der Richtigkeit dieser Zahl kann auch nicht gezweifelt werden. Die Variante 33 entstand durch das Schwanken in der Zählung einzelner Regeln, welches Schwanken auch im Texte R. Simson’s sich fühlbar macht. Hadassi selbst bezeugt in einer sehr auffällenden Einzelheit die schwankende Zählung. Die ersten zwanzig Regeln sind bei ihm dieselben, wie in den anderen Quellen. Aber die 21. Regel zählt er sonderbarer Weise als 21. und 22. zugleich * 1). Das beruht auf missverständlicher Auffassung des Wortlautes der Regel. Diese lautet: מלבד שהוהש מדות ואתה נותן לו כה היפה שבשתיהן (Var.: לשתי(בשתי. Hadassi hat dafür: 2מדבר שהוא על שתי מדות ואחה נותנו בכדו יפד, שבי). Den Ausdruck שתי מדות fasste er nun‘ so auf, als sei damit gemeint: ״zwei Regeln“, und er zählt unsere Regel doppelt. In Folge dessen verschiebt sich bei ihm die Numerirung in den weiteren Regeln. Die Regeln 22—26 sind bei Hadassi 23 — 27; hingegen zählt er die 27. und 28. Regel, von denen noch clie Rede sein soll, als eine, 28., so dass die 29. Regel (גיממריא) auch bei ihm dieselbe Nummer hat. Eine Unterabtheilung der 29. Regel (תמורת האותיות) erscheint bei Hadassi, ganz so wie im Midrasch ha-gadol, als besondere, 30. Regel. Die 30. Regel (נוטריקון) wird dadurch sowohl bei ihm, als im M. ha-g. zur 31. Die letzten zwei Regeln, im Midr. ha-gadol als 32. und 33. gezählt, finden sich zwar bei Hadassi in der einleitenden Aufzählung, jedoch zählt er in der Specialisirung nur die erste derselben als 32. handlung im deutschen Theile, S. 3—10, 91—94. Wohl nur momentaner Verkennung des chronologischen Verhältnisses zwischen R. Simson aus Chinon und Jehuda Hadassi entstammt die Angabe K.’s (S. 5, Anm.): ,,R. Simson und, ihm folgend, der 162 § אשכל הכופר lesen.“ Auf die Bedeutung des E. H. für den Text der Baraitha hatte schon früher D. Hoff mann hingewiesen: Zur Einleitung in die halachischen Midraschim (Berlin 1887), S. 4, Anm. 6; vgl. Hildesheimer-Juhelschrift, S. 85, Anm. 2. 1) N. 160, B. מדת אחת ועשרים שהיא שתים ועשרים :ם. 2) Jedoch heisst es in der ersten, einleitenden Aufzählung der Regeln richtig: מדכר שדוקש לשתי מרות (N. 155, B.כ); offenbar ist שד,וקש לשתי zu שהוא על שתי corrumpirt. 2*