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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 18

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-10-01
Page
Seite 18 (sequence 5)
Language
German
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18 Jehuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. vermöge der Quellen, auf die er zurückgeht, irgend welches Interesse bietet1). I. Die 32 Regeln des R. Elieser b. Jose h.a-Crelili bei Hadassi. Die Darstellung der seinen eigenen Reg ein vorausgeschickten Interpretationsregeln der rabbanitischen Tradition beginnt Hadassi, nachdem er auf die im Sifrä enthaltenen 13 Regeln Ismael’s nur kurz hingewiesen2), nicht mit diesen, sondern mit den 32 Regeln des Sohnes Jose ha-Gelili’s. Er thut dabei nichts Anderes, als dass er die bekannte Baraitha, mit geringen Aenderungen und den durch die oben beschriebene Kunstform bedingten Zuthaten, aber auch mit manchen Kürzungen seinem Buche einverleibt. Wir haben somit für dieses merkwürdige Erzeugnis der agadischen Litteratur, das nur in dem Sefer Kerithuth des am Ende des 13. Jahrhunderts blühenden R. Simson aus Chinon vollständig erhalten ist, als älteste Fundstätte Hadassi’s um anderthalb Jahrhunderte vorher (1149) 3) verfasstes Werk zu erkennen. Für die Text״־ kritik der Zweiunddreissig Regeln hat neben dem bis in die neueste Zeit allein bekannt gewesenen Texte, wie ihn R. Simson mittheilt und neben der vor Kurzem an’s Tageslicht getretenen Textgestalt, wie sie in den beiden südarabischen Midrasch- Compilationen, Midrasch, ha-gadol und Midrasch ha-chefez, erscheint, auch Hadassi’s Eschkol ha-Kofer als Hilfsmittel, ja als ältester Zeuge zu dienen. In seiner leider unvollendet gebliebenen Edition der Baraitha nach den genannten zwei südarabischen Midraschwerken hat B. Königsberg er in den Noten auch die Lesarten Hadassi’s berücksichtigt4). Eine נ) Ich benütze die Edition des E. H. (Goslow 1836) in dem mir freundlich zur Verfügung gestellten Exemplar meines Collegen Dr. Kaufmann und habe ausserdem noch das Manuscript der Wiener Hofbibliothek (s. Monatsschrift 1882, S. 269 ff.) in den Räumen der hiesigen Universitäts-Bibliothek zu Rathe ziehen dürfen. Lesearten dieser Ms. bezeichne ich mit W. Ich citire den Text des E. H. mit Angabe der Nummer des Abschnittes (Alphabet) und der Buchstaben desselben, zuweilen mit Hinzufügung der Columnenzahl in der Ausgabe. 2) S. oben S. 15, Anm. 1. 3) S. das Datum am Schlüsse des einleitenden Theiles, N. 34 Ende (vgl. N. 127 Ende): 4909 der Weltschöpfung, 1571 nach der Zerstörung des ersten Tempels, 1081 nach der Zerstörung des zweiten Tempels, 1460 der Seleucidenära. 4) Monatsbläfcter für Vergangenheit und Gegenwart des Judenthums (October und November 1890), hebr. Beilage, p. I—״XVI, dazu die Ab-

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