Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1895)
- Article
- Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
- Date
- 1895-10-01
- Page
- Seite 16 (sequence 3)
- Language
- German
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16 Jehuda Hadassi’s Herrneneatik und Grammatik. er wahrscheinlich dem Beispiele des Agadisten Jizchak, der in demselben Verse die verschiedenen Tradition ssamnilungen angedeutet sieht, die ״sechzig44 Tractate der Mischna, die ״achtzig41־ Abschnitte des tannaitischen Midrasch zum Leviticus und die ״zahllosen44 Tosephtasammiungen i). Hadassi findet in den ״sechzig Königinnen44 eine allegorische Bezeichnung der ersten Regelreihe, welche grammatischen Inhalts ist und an deren Spitze die Regeln über die ״Könige41־ der hebräischen Grammatik, d. i. die Vocale, stehen־). Die ״achtzig Nebenfrauen44 bezeichnen die zweite Reihe von Regeln, nach welchen die heilige Schrift zu erklären ist* 2 3). Auch für die ״Mädchen ohne Zahl44• weiss Hadassi eine symbolische Bedeutung: es sind die zahllosen Daten der Massora und der grammatischen Formenlehre4), denen er aber, soweit sie nicht innerhalb der ״sechzig Normen44 enthalten sind, keine weitere Erörterung widmet5). Die sechzig und achtzig Normen Hadassi’s kann man füglich aLs Grundrisse der hebräischen Grammatik und der biblischen Hermeneutik bezeichnen. Doch genügt ihm dieser Rahmen nicht für den der Aufnahme in sein Werk werth befundenen Stoff. Er lässt der Darstellung der sechzig Normen zur Grammatik eine ausführliche Darstellung der Lehre von den Vocalen in Verbindung mit einer sehr interessanten philosophischen und physiologischen Grundlegung der Lautlehre überhaupt vorausgehen•, doch gehört dieser lange Excurs insofern dem Rahmen der ״sechzig44 Normen Hadassi’s an, als die ersten fünf dieser Normen den Vocalen zugetheilt sind. Ferner ge־ währt Hadassi einer Liste von 35 Mast er formen des hebräi- ג) Schir r. z. St. 2) N. 163, B. ד und ומדיה מלכי הנקוד והתיבות עד ששים..♦ בתחלת :ה ששים המלכות מלכי הנקוד של תורתנו. Vgl. N. 167 Ende: תוכן ששים המה מלכות מלכי הנקוד והאותיות . . *; N. 172, ש Ende: במלכי הנקוד בששים המה מלכות. 3) N. 167 Ende: ונבאר המדות שהם שמונים כמו שאמר ושמנים פילגשים אשר הם משרתות למלכים שהם אותיות כ״ב של מכתבנו. Die Regeln der Schrifterklärung dienen dem Texte, der aus den 22 Buchstaben der ״Könige“ gebildet ist. Hier wird aber die Benennung ״Könige“ in anderem Sinne gebraucht als sonst, um die symbolische Bezeichnung פילגשים zu rechtfertigen. 4) N. 163, Buchst. ר: (so die Wiener Hs., Ausgabe זולתי חסרות(המסורת ויתרות ותנאי הנקוד ומסורות וחלופיהן . . . ומצדרין ושמות ופעלים וכפעלים ופעולים והפתעלים והתפעל ים ודומיהם שאן בהם מספר [Hs. W. ופועלים]. 3) S. auch noch N. 173, B. 70) נa): ... להשלים ,משל חידתנו שאמרנו ששים המה מלכות ושמנים פילגשים אמרת החכם רי״ת וחידותיו ואמר ועלמות אין מספר אלה סדרי המסורת מי יוכל לקבק לנקבציו מסורות בכי ארק ישראל ומסורות בני בבל ומסורות בן אשר ובן נפתלי וחכמותיו ודקדוקי ספריהם וטעמיהם ושקול קו משקלת פעילותיהם . . ..