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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 1 · p. Seite 37

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 1
Article
Die Schuldennoth der Gemeinde Posen während des Rabbinates R. Isak b. Abrahams (1668-1685)
Date
1894-01-01
Page
Seite 37 (sequence 10)
Language
German
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Ein Einleitungsgediclit B. Elieser b. Nathan’s aus Mainz. 37 Hess der Bunde, — So stellt der Bräut’gam heut auf der Empor’, — Er redet vom Gesetz, es horcht das Ohr! Komm N. N. und lies das Gottes wort. Gieb Ehr’ dem Herrn. Ich bet’ zum Weltenhort. Zum Lichte führ’ er dich, zur Ehre Pfort’! B. Die Glaubenskunde ruft; ich sprecht in ihrem Geist, —־ Sie, die als Ereundin traut den Kennern sieh erweist, — Die edler Lehrer Forschen neu mit Klarheit schmückt, — Die Jünger stets in regem Geistesspiel entzückt. — Auch dir gewährt sie Frieden, segensreichen Lohn, — Wird deine helle Zier, des Hauptes schönste Krön. — Sie halte hoch! sie führt Dich zu der Edlen Sitz, — Und Weisheit strahlt fortan aus deiner Augen Blitz. — Ja, Kraft und Frische haucht sie in der Sehnen Flucht. — Ist doch ihr Wort wie Balsam, Paradiesesfrucht. — 0, lass ihr einend Wort auf deinen Lippen walten, — Die Hand umfasse sie, es wahren sie des Herzens Falten. — Du bleibest nicht zurück, wenn Lehrer Sätze künden, — Sie führen dich zum Leben, zu des Glückes Gründen. a Im Sinne *edler Männer, die immer forschend denken — Und ihren Geist so gern in tiefe Schachte senken, — Wo schönstes Gut - und reiche, helle Perlen blinken, — Aus klarstem Geistesquell die frische Labung trinken, — Lass’ tönen ich den Ruf: Sie bieten allen Speise, — Sie lösen vielverschlungene Räthsel sanft und leise, — Oft tönt das Wort, sich selbst bestimmend in dem Kreise, — Dem Geist erklingt der Spruch in vielverschiedener Weise. — Wir siebzig Alte sassen einst im hohen Eath, — So vielfach1) auch entfaltet sich der Forsclnyjg That. — Da wird erprobet, Siib״ und Wort und Satz gezählt, — Im ems’gen Streben stets auf’s Neu’ der Geist gestählt. — Yon allen diesen, Jung und Alt, bist du gerufen; — Komm, sprich den Segensgruss, ersteig die hohen Stufen, — Sie all’ entbieten liebreich Heil. Oft schon flössen — Hier Gruss und Wort entgegen zarten Eh’genossen. — Nun klinget dir der Spruch ein helles, lautes Amen! — Gesegnet sei, 0 Freund, in Gottes heil’gem Namen. D. Im Sinn der Frommen, welche mit dir ziehen, wallen, — Begrüss’ ich dich in diesem frommen, heil’gen Hallen. — Du bist so schön, dein Wort ist hell, das Auge blitzt, — So nur ein Fürst inmitten seiner Eeihen sitzt. — Dich ziert ein klug erlesenes, reiches Prachtgewand, — Verklärend liegt es um, wie reines Priesterhand. — Myrrh’, reiche, süsse Düfte, wie sie Blüthen hegen, ־— Zieh’n dir um’s Kleid, es mahnt an jenen alten Segen, — Der mildem, augenschwachen Vater2) nie gebrach, — Der von des Waldes und der Fluren Würze sprach. — Es schliesset sich um dich der Trauten enger Kreis, — Erst Aelt’re, dann die Jüngern, nach der Väter Weis’. — Trittst du zum Lobgebete auf die Kanzel hin, — So ziehen Alle mit in frommem Sinn. — Man U S. Bemidbar Eabba, Nasso, 15. 2) Isaak. S. Genesis 27, 27.

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