Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Schuldennoth der Gemeinde Posen während des Rabbinates R. Isak b. Abrahams (1668-1685)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 9)
- Language
- German
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36 Ein Einlei tun gsgedicht B. Elieser b. Hatlian's aus Mainz. ויחי שלוב בחילך ושלוח בארמנותיך וכל חל)חל חוח יתברכו בברכתך ובעלותך יעמדו כולם לחראתך ברוך אתח בבואך וברוך אתה בצאתך. ויחי כנד,ר שלומך ובגלי חים צדקתיך ברוך םי*י בבנך וכרי אדמתך מרשותם עמוד ועלה אתח וכל עדתך ושבה אחת יאמרו לעומתך U ebersetzung. A. Der Herr gestattet nunmehr dir das Wort, — Des Bodens Eels, des Himmels ew’ger Hort! — Eng schloss er, sicher dieses Erdenrund, — Wie nur der Meister setzt den festen Grund. — Des Himmels Wölbung hob sich über Fluthen, — Hell strahlt das Licht, es flammen Gluthen. — Unendlich scheint das Meer, es fliesst in Tiefen. — Des Herrn Befehle all die Wasser riefen. — Es zieret sich das Land, und festlich grün — Erscheint Gefild und Elur, die Blumen blübbi. — Es rauscht der Wald; gewölbt als Baldachin, — Dehnt er dem Mann, der zarten Frau sich hin. — Um Edens Lust in hellem Flammenglanz — Schlingt sich der Edelsteine reicher Kranz. — Seht, Pflanzen laden ein zum Hochgenuss, — Thier, Wild und Vögel senden lauten Gruss. — Der Herr dies Alles schuf durch’s Wort so schlicht; — An jedem Xunstgeräth es auch gebricht. — Besorgt zum reichen Mahl du Alles hast. — Kommt auch Besuch? Wo ist der fremde Gast? — Da bildet er des Mannes Kraftgestalt, — Giebt ihm den Geist, die mächt’ge Gottgewalt, — Führt ihn in’s Eden zu der Herrschaft Sitz. — Vor Mannes Schönheit bleicht der Sonnenblitz. — Er ist verlassen, meint der Herr, allein, —- Und nimmt die Hippe ihm und formt das Bein — Zum Weibe herrlich, glanzerfüllt und rein, — Bringt bald die Braut geziert, geschmückt, — Die schnell des Bräutigams Gemüth entzückt. — Man höret hellen, lauten Jubelsang; — Es nahen Engelreih’n in raschem Gang. — Die Pauken wirbeln schallend hellen Klang! ־— Der Herr erscheint, gefüllt ist der Pokal, — Es klingt der Spruch: ,,Beglückt sei diese Wahl! — Beglückt das Paar, dem Gott sich segnend naht.“ — Es wall’ auf blumenreichem Heilespfad, — Des Hauses Sprossen füllen einst das Land, — Wie Meeresufer rings umschliesset Sand! — 0, lasset uns die Wege Gottes wallen, — Mit Schmuck und Pracht verzieren unsre Hallen! :— Wenn Braut und der geliebte Mann erscheinen, — Wir uns zu achtungsvollem Gruss vereinen..— Den König ehret man in gleichem Ton; — Er thront erhaben, ihn umstrahlt die Krön’! — Den jungen Gatten führet segnend hin — Znm Ehrensitze unter’m Baldachin, — Die Diener bringen reiche, seltne Gaben, — Des Fürsten Herz erfrischend, oft zu laben. — So wählt man für den Bräutigam das Beste — Beim Freudenmahl, am hellen, frohen Feste. — Des Königs Wink vollführt man, auch den leisen, — So reichst du jenem Leckerei und Speisen. — Der König zieht, es folgen weite Schaaren, —יי Zu jenen sich Genossen würdig paaren; — Es naht der stolze, schöne Königszug; — Das Volk erhebt sich wie in raschem Flug. — Auch die Gemeinde stehet ehrend, grösst, — Wenn festlich jene EeilP vorüberfliesst. — Man baut Gerüste, will den König sehn. — Hier schauend Mädchen an den Wänden stehn. — Einstmals der König des Gesetzes Knude — Von hoher Bühne tönen1)!) Deuteron. 31. 10; Mischna Sota 7. 8.