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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 1 · p. Seite 5

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 1
Article
Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum
Date
1894-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum. 5 ׳ein glückliches, gesegnetes Land bezeichnen will, als welches Afrika ganz wohl gelten kann 1). Ueberhaupt muss dem Gleich־• laute von אפריקא mit Afrika mehr Beweiskraft zugeschrieben werden, als sämmfliehen verschwommenen Sagen zusammengenommen. Cassel bemerkt weiter: ״Ebenso beweist eine andere bekannte, Stelle, wo die Söhne von אפריקיה mit den Israeliten zu streiten kommen, dass אפריקי der Sohn Japhet’s im Targum nicht Afrika sein könne, denn der Gegengrund Gebia ben Pesisa’s ist ja eben der, dass er die Afrikaner als Söhne des verfluchten Canaan darstellt־).“ JSTiin ist aber diese Agada nichts Anderes, als die nothwendige Folge jener Sage,״wonach die aus Canaan vertriebenen Urbewohner sich in Afrika angesiedelt hätten; die scheinbar legitimen Herren von Canaan wohnten also in späterer Zeit in Afrika, und diese sind es eben, die der Agadist vor Alexander als Kläger* erscheinen lässt. Die jüdischerseits erfolgte Abfertigung mit Hinweis auf Genes. 9, 25 ist so schlagend wie nur möglich. Allerdings entsteht hierdurch der Widerspruch, dass nach der Deutung: Gomer Afrika, dieses zu Japhet gehört, während nach jener Agada (Sanhedrin 91a) die Söhne Afrika’s zu Canaan, also zu Cham gehören; wir möchten jedoch Cassel den bekannten talmudischen Spruch zurufen: אגדות קא דמית אהדדי kann mall die eine Agada für die andere verantwortlich machen? Jede Agada geht ihren eigenen Weg und bekümmert sich nicht um die andere. Dass die אפריקיים, von denen ausgesagt wird, dass sie ,breite Füsse hätten* 2 3), sehr wohl Afrikaner sein können, giebt Cassel selber zu. Der Ausspruch B. Akiba’s, wonach פת in ״ א&ריקאzwei“ bedeute4), wird vor der Hand wohl auf Treu und Glauben hingenommen werden müssen, da wir mit den heutigen Mitteln der Sprachforschung diesen Ausspruch weder widerlegen noch bestätigen können5). Wenn sich Cassel ״endlich“ darauf beruft, dass nach der im Talmud vor-!) Siehe S. 4, Note 3. 2) b. Sanh. 91a. Gen. r., c. 61, 7. 3) b. Sabb. 82a; Aboth di E. Nathan, Version I., cap. 15 (p. 60 Scheehter). 4) b. Roschhaschanah 26a, Sanhedrin 4b, Menach 34b. Sebacl1im37b. 5) Die Bemühungen Cassel’s פת in den indogermanischen Sprachen in der Bedeutung ״zwei“ nachzuweisen, müssen als ein gänzlich zielloses Unternehmen bezeichnet werden, und Harkavy hätte ihm hierin nicht Heeresfolge leisten sollen (ה״הודים ושפת ד«םלאורם S. 4, 118 u. 120). Wenn die Reisen R. Akiba’s wirklich den Zweck hatten, die jüdische Diaspora zum Kampfe gegen die Römer vorzübereiten (Rapoport in Biceure

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