Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Samareitikon und Septuaginta
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Samareitikon und Septuaginta. 3 anderen Codex einen anderen Text und, neben den abweichen־ den Lesearten der Polyglottenedition (im Folgenden: Ed.), noch die von sechs andern, mehr oder minder vollständigen Handschriften bietet, haben wir ein neues und reichhaltiges Material zur Yergleichung erhalten. Sie führte darauf, ״dass das, was bis jetzt als ,,Sam. Targum“ galt, blos ein, und noch dazu relativ recht fehlerhaftes Exemplar der verschiedenen, von einander wesentlich abweichenden Abschriften ist, die von diesem Targuni cursiren 1)Y Sie belehrt uns aber auch, dass selbst jene Stellen des Samareitikon, welche von dem Sam. Targum, wie es in Ed. vorliegt, abweichen, nach den von der Petermann’schen Ausgabe beigebrachten Codd., mit diesem voll־ ständig überein stimmen. Die von Field auf sieben reducirten Stellen des Samareitikon — nach Castellus sind es deren zwölf — welche mit dem Sam. Targuni nicht übereinstimmen sollen, sind die folgenden. Gen. 5, 25 und 26 soll bezüglich der Jahreszahlen beim Alter Methusalems xo cEßpafoöv %cd 16־ XapapstTizöv überein־ stimmend 187, bzw. 782 Jahre haben, eine offenbar falsche Angabe, da der sam. Bibeltext hier ganz andere Zahlen (67 bzw. 653 J.) hat, welche auch sämmtlicke Codd. des. Sam. Targum, sowie die spätere arabisch-sam. Uebersetzung des Abu־ Said getreulich wiedergeben. Die betreffende Stelle kann demnach keiner sam. Uebersetzung angehören, und ist daher blos irrthümlicli dem Samareitikon zugeschrieben worden2 3). Sie kommt demnach bei der vorliegenden Untersuchung überhaupt nicht in Betracht. Das. 49, 15 ויהי למס עבי, Sam. Targum nach Ed.: ,והוד לאדים פרנס, nach Eield’s Uebersetzung: ״et factus est in tribu־ tum pastor“, was mit dem Eap. z. St.: ׳za! lau yecöpyog &7cr/psmv freilich nicht überein stimmt. Aber zunächst ist ארים nicht ״tributum“, sondern ׳wie im Chaldäischen (auch Rabbinischen) und Syrischen ״Ackerbauer, Gärtner, Gutspächter“ä), also 0 S. Lohn, Z. Sprache, Literatur u. Dogmatik der Sam., S. 103, 2) Vgl. Kohn, De Peutat. Sam, etc, S. 66; Field, a. a. 0. I., S. 329 u. Geiger a. a, 0. IV. S. 122. 3) Levy (in beidenWBB.) leitet nach Aruch, ארים von o~bpoq> Wächter, ab, was fraglich ist, da auch im Arab. ״ אריםAckerbauer“ und ארם .,Ackerbauer sein, Ackerbau treiben“ heisst. Eine andere Frage ist, wieso das Sam. Trg. dazu kam למם als ״Ackerbauer“ zu fassen. Offenbar geschah dies nur der kindischen Auflassung zu Liebe, dass der Tribut (מם) als solcher nicht dienen (עבד) kann. Aehnlich verhält es sich mit der zweiten Stelle, auf welche sich Field (nach Castellus) beruft: והיו למס ועבדוך (Deut. 20, 11), wo מס ebenfalls in Verbindung mit עבד er״ 1*